Forstamt Poggendorf

Das Forstamt Poggendorf betreut und verwaltet ca. 15.500 ha Wald. Es ist für seine naturnahen und urigen Wälder bekannt und befindet sich im Gebiet der flachwelligen Grundmoräne in einer von Landwirtschaft und Niederungen dominierten Region.

Das Forstamt liegt verkehrsgünstig in unmittelbarer Nachbarschaft zur Insel Rügen und den Hansestädten Stralsund und Greifswald, im Bereich der Landkreise Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald.

Die Anfänge einer Forstverwaltung im Gebiet des heutigen Forstamtes Poggendorf reichen bis in die Schwedenzeit (1648 - 1815) zurück. Mit der Zuordnung Schwedisch-Pommerns an Preußen 1815 wurde eine geregelte Forstwirtschaft eingeführt. 1835 wurde die preußische Oberförsterei (später Forstamt) Poggendorf eingerichtet, die bis 1945 Bestand hatte. Das heutige Forstamtsgebäude wurde 1912 errichtet und 1999/2004 renoviert.

Pferde im Einsatz

Vorpommersche Lehmböden, ein europäisches FFH-Gebiet, Touristen und Stadtmenschen sind die markantesten Umweltfaktoren, die der nachhaltigen Forstwirtschaft im Bereich der vorpommerschen Grundmoräne das Leben nicht gerade erleichtern. Vor den Toren der Hansestadt Stralsund findet Forstwirtschaft vor den Augen von vielen Waldbesuchern auf dem Präsentierteller der Öffentlichkeit statt. Gefällte Bäume, gesperrte Wege, Schlamm und Rückegassen sind auf diesem Präsentierteller eher ungeliebte Dinge, die regelmäßig mit vielen, vielen Worten und guten Nerven erklärt werden müssen. Und trotzdem werden in den Wäldern der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern im Forstamt Poggendorf jedes Jahr rund 45.000 Festmeter Rundholz nachhaltig eingeschlagen. Dabei helfen uns seit vielen Jahren auch unsere Rückepferde.

Als Forstleute, die wir an der Pferderückung festgehalten haben, werden wir meistens als „Romantiker" angesehen. Dabei setzten wir unter dem Motto „Pferd trifft Forwarder" auf eine Kombination von moderner Forsttechnik und traditioneller Pferderrückung.