Für Waldbesitzer

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Für Waldbesitzer

Informationen und Beratung für Waldbesitzer in Mecklenburg-Vorpommern durch die Landesforst MV

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Natura 2000

  • Erhaltung der biologischen Vielfalt
  • FFH-Managementplanung
  • Informationen für Waldbesitzer

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Ökopunkte

Ökologisch punkten - als anerkannte Flächenagentur bieten wir hochwertige Kompensations- und Ökokontomaßnahmen.

Umweltdienstleistungen
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Der Privat- und Körperschaftswald in Mecklenburg-Vorpommern nimmt derzeit mit 50.700 Waldbesitzern etwa 33 % der Waldfläche ein. Auf Grund der Privatisierung und Restitution von Waldflächen durch die Bodenverwertungs- und –verwaltungs GmbH (BVVG) wird der Anteil zukünftig auf knapp 50 % steigen.

Die Landesforst steht allen Privat- und Körperschaftswaldbesitzern als Partner zur Seite. Wir beraten, betreuen und fördern alle Waldbesitzer und solche, die es werden wollen. Erster Ansprechpartner für den Waldbesitzer sind unsere Forstämter, die als untere Forstbehörden in Mecklenburg-Vorpommern flächendeckende Beratung für alle Waldbesitzer anbieten und für hoheitliche Aufgaben zuständig sind. Unsere Forstämter vor Ort beraten Waldbesitzer kostenlos, wie zu Fragen

Wir informieren den einzelnen Waldbesitzer und die Forstbetriebsgemeinschaften darüber, welche Rechte und Pflichten sich aus dem Waldeigentum ergeben, welche Möglichkeiten der finanziellen Förderung durch das Land Mecklenburg-Vorpommern bestehen und welche Grundsätze bei der Bewirtschaftung des Waldes zu beachten sind. Den Waldbesitzern steht somit ein umfangreicher Erfahrungsschatz unserer Forstämter und der ortsansässigen Revierförster zur Verfügung, die am besten mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut sind.

Beratungsangebot

Wussten Sie schon, dass die wir jedem privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer in Mecklenburg- Vorpommern anbieten, sich kostenlos durch unsere Forstämter vor Ort beraten zu lassen?

Unsere Beratung soll Ihnen Hilfe zur Selbsthilfe sein. Wir können Ihnen auf Wunsch Hilfestellung bei der forstlichen Bewirtschaftung geben, z.B. Hinweise auf die Rechte und Pflichten des Waldbesitzers oder  auf waldbauliche und forstbetriebliche Notwendigkeiten und Möglichkeiten. Auch Tipps zur Kultur- und Jungwuchspflege, zum Forstschutz, zur Bestandesbehandlung, zur Holzernte und zur Holzaushaltung gehören dazu, wie auch Hilfestellungen bei der Beantragung von Fördermitteln für forstwirtschaftliche Maßnahmen oder bei der Bildung von Forstbetriebsgemeinschaften.
Ansprechpartner sind unsere Forstämter vor Ort, die am besten mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut sind. Die Entscheidung über die Annahme unseres Rates liegt jedoch bei Ihnen. Wir können und wollen Ihnen die Verantwortung nicht abnehmen.

Betreuungsangebot

Als modernes Dienstleistungsunternehmen übernimmt die Landesforst MV auf Ihren Wunsch betriebstechnische Hilfeleistungen in Ihrem Wald.

Betriebstechnische Hilfeleistungen können beispielsweise die Erstellung eines forstwirtschaftlichen Jahresplanes, die Erstellung eines Pflanzplanes für Aufforstungen, die Einweisung und Kontrolle von Dienstleistungsunternehmen im Wald oder auch die Durchführung von Sichtkontrollen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht des Waldbesitzers sein.

Die Betreuung erfolgt auf der Grundlage eines schriftlichen Vertrages, der zwischen Ihnen als Waldbesitzer und der Landesforst MV abgeschlossen wird. Die Betreuungsleistungen sind entgeltpflichtig.

Wird die Übernahme von Betreuungsleistungen dauerhaft vereinbart, handelt es sich um eine ständige Betreuung. Werden die Betreuungsleistungen für eine bestimmte, zeitlich befristete Maßnahme, z. B. die Aufforstung einer bestimmten Fläche, vereinbart, spricht man von einer fallweisen Betreuung.

Die fallweise Betreuung ist vor allem für Waldbesitzer mit kleinen Waldflächen interessant, bei denen forstwirtschaftliche Maßnahmen nur in größeren zeitlichen Abständen durchgeführt werden. Die Verträge werden so gestaltet, dass die Ziele und Vorstellungen des Waldbesitzers individuell berücksichtigt werden.

Wenn Sie Interesse an einer Betreuung durch die  Landesforst MV haben, wenden Sie sich einfach an das für Ihren Wald zuständige Forstamt. Hier berät man Sie gerne.

Bewirtschaftungsgrundsätze

Welche Bewirtschaftungsgrundsätze sind zu beachten?

Der Waldbesitzer kann seinen Wald eigenständig und eigenverantwortlich bewirtschaften. Allerdings muss er sich dabei nach den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Forstwirtschaft richten. Wesentliche Grundsätze bei der Bewirtschaftung des Waldes (§ 12 LWaldG) sind insbesondere:

  1. den Boden und die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten,
  2. die nachhaltige Holzproduktion und die Erhaltung des Waldes als Lebensraum einer artenreichen Pflanzen- und Tierwelt zu sichern,
  3. Kahlschläge hiebsunreifer Bestände und auf größeren Flächen zu vermeiden,
  4. Verjüngungsmaßnahmen mit standortgerechten und geeigneten Baumarten vorzunehmen,
  5. Forstkulturen und Naturverjüngungen ausreichend zu ergänzen, zu pflegen und zu schützen,
  6. die Bestände schonend zu läutern und zu durchforsten, den Bodenschutzmaßnahmen und der naturnahen Gestaltung sowie Pflege der Waldränder besondere Aufmerksamkeit zu widmen,
  7. auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln möglichst zu verzichten und den biologischen Forstschutz weitgehend anzuwenden,
  8. bei der Erschließung des Waldes Aspekte der Landschafts-, Boden- und Bestandeserhaltung zu beachten,
  9. möglichst biogene Schmier- und Kraftstoffe bei maschinellen Arbeiten im Wald einzusetzen,
    auf Wilddichten hinzuwirken, die dem Wald und seiner Verjüngung angepasst sind sowie
  10. Maßnahmen der Wildschadensverhütung durchzuführen.

Kompensationsmaßnahmen im Wald

Der durch den gemeinsamen Erlass des Wirtschafts- und des Umweltministerium am 25.11.2002 eingeführte landschaftspflegerische Begleitplan(LBP)-Leitfaden, sieht bei Eingriffen durch Straßenbaumaßnahmen die Aufwertung vorhandener Wälder als geeignete Kompensationsmaßnahmen nicht vor.

Mit dem durch das Büro PLAN AKZENT Rostock vorgelegten Maßnahmenkatalog Wald erfährt der LBP-Leitfaden eine sinnvolle Ergänzung. Die ergänzenden Maßnahmen sind als Ökomaßnahmenkatalog geeignet.

Bewertungsmodell

Bewertung von Eingriff und Ausgleich bei Waldumwandlungen nach § 15 LWaldG

Mit Schreiben vom 14.07.2015 hat das LU den Verfahrensvorschlag der Landesforst MV zur Bewertung von Eingriff und Ausgleich bei Waldumwandlungen nach § 15 LWaldG anerkannt. Das Verfahren entspricht den gesetzlichen Anforderungen nach § 15 Abs. 5 Nummer 1 LWaldG und ist fachliche Grundlage für die Anerkennung von Maßnahmen zum Ausgleich der nachteiligen Folgen einer Umwandlung nach § 15 Abs. 11 LWaldG. Die Verfahrensgrundsätze und die Methodik des Bewertungsmodells kommen ab dem 18.09.2015 in allen unteren Forstbehörden zur Anwendung. Die Antragsteller und Planungsbüros haben die Möglichkeit das Verwaltungshandeln nachzuvollziehen. Nach Eingang der Antragsunterlagen zur Waldumwandlungsgenehmigung mit Darstellung der Waldumwandlungs- und Ersatzaufforstungsfläche in einer Shape-Datei werden den Antragstellern die Berechnungsergebnisse zur Verfügung gestellt.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Ihr regional zuständiges Forstamt oder das Fachgebiet Forsthoheit der Zentrale der Landesforst MV (Telefon: 03994 / 235 - 315) oder über unser Kontaktformular.

Forstbetriebsgemeinschaften

Forstbetriebsgemeinschaften sind privatrechtliche Zusammenschlüsse von Waldbesitzern, die den Zweck verfolgen, die Bewirtschaftung der angeschlossenen Waldflächen und der zur Aufforstung bestimmten Grundstücke zu verbessern, insbesondere die Nachteile geringer Flächengröße, ungünstiger Flächengestalt, der Besitzzersplitterung oder des unzureichenden Waldaufschlusses zu überwinden.

Die in forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen organisierten Waldbesitzer bilden eine Solidargemeinschaft mit dem gemeinsamen Ziel, ihr Eigentum nachhaltig zu bewirtschaften und zu sichern – Hilfe zur Selbsthilfe. Der Nachteil der kleinen Holzmengen in unregelmäßigen Zeitabständen aus dem einzelnen Forstbetrieb wird durch die Solidargemeinschaft ausgeglichen. Die für die Marktpartner aus der Holzwirtschaft erforderlichen Holzmengen werden regelmäßig, aus den einzelnen Forstbetrieben gebündelt, geliefert. Die Holzkunden honorieren die mit diesen Koordinierungseffekten verbundene Mengen-, Qualitäts- und Termintreue zumeist durch höhere Preise.

Neben dem wirtschaftlichen Erfolg bietet der forstwirtschaftliche Zusammenschluss weitere Vorteile:

  • Die Mitgliedschaft in einer Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) ist für den Waldbesitzer freiwillig und unverbindlich. Er kann aber alle Leistungen der FBG in Anspruch nehmen.
  • Die Organisation der FBG ist durch die gewachsene Gemeinschaft vor Ort überschaubar und nachvollziehbar.
  • Die Holzernte kann durch Einsatz moderner Forsttechnik sehr effizient, professionell und somit pfleglich durchgeführt werden.
  • Die forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse erhalten staatliche Zuschüsse, die indirekt dem einzelnen Waldbesitzer zugute kommen.
  • Durch den forstwirtschaftlichen Zusammenschluss wird die Stellung des Waldbesitzes am Holzmarkt verstärkt und er bekommt zusätzlich ein größeres politisches Gewicht.

Die weitere Entwicklung der bestehenden Forstbetriebsgemeinschaften zu selbständigen regionalen Wirtschaftseinheiten?

In den letzten Jahren haben sich im Land nahezu flächendeckend private und kommunale Waldbesitzer zu Forstbetriebsgemeinschaften zusammengeschlossen. Dabei reicht die Spannbreite vom regionalen Zusammenschluss mehrerer benachbarter kleinerer Waldbesitzer vor Ort bis zum überregionalen Verbund einzelner großer Waldbesitzer. Die Zielsetzung für die kommenden Jahre sollte die Weiterentwicklung der bestehenden Forstbetriebsgemeinschaften sein, durch Aufnahme neuer Mitglieder oder Fusion benachbarter forstlicher Zusammenschlüsse. Denn nur eine weitgehend wirtschaftlich selbständige Forstbetriebsgemeinschaft kann den wachsenden Anforderungen auf den sich weiter konzentrierenden Holzmarkt gerecht werden.

Mit diesem Entwicklungsprozess muss eine weitere Professionalisierung der Geschäftsführung in den einzelnen Forstbetriebsgemeinschaften einhergehen. Die Landesforst ihrerseits versucht dies durch Informationsveranstaltungen und Weiterbildungsangebote zu unterstützen. Zudem sind die Personalkosten für einen hauptamtlichen Geschäftsführer förderfähig.

Sollten Sie den Kontakt zur Forstbetriebsgemeinschaft vor Ort suchen, steht Ihnen Ihr Forstamt gerne beratend zur Seite.

Forstwirtschaftliche Vereinigung

Was verbirgt sich hinter der Forstwirtschaftlichen Vereinigung M-V?

Die 2003 gegründete "Forstwirtschaftliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern" ist ein privatrechtlicher Zusammenschluss von mehreren Forstbetriebsgemeinschaften im Land. Dieser können auch einzelne größere Waldbesitzer beitreten, sofern deren Mitgliedschaft durch die oberste Forstbehörde des Landes zugelassen wurde (s. § 38 BWaldG).

Die "Forstwirtschaftliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern" hat sich als Aufgabe gestellt, die Holznutzung und den Holzabsatz zu koordinieren um „im Interesse ihrer Mitglieder die forstwirtschaftliche Erzeugung an die Erfordernisse des Marktes anzupassen“ (Auszug aus der Satzung).

Als Dachorganisation informiert sie ihre Mitglieder über die aktuelle Holzmarktlage, vermittelt Kontakte zu forstlichen Unternehmern und vertritt ihre Mitglieder nach Außen. Ziel ist die Bündelung des Holzeinschlages durch gemeinsame Auftragsvergabe sowie der Holzabsatz zu marktgerechten Preisen. Dabei tritt die Forstwirtschaftliche Vereinigung nur als Vermittler auf, die wirtschaftliche Selbständigkeit des einzelnen Mitglieds bleibt erhalten.

Die Mitgliedschaft ist derzeitig kostenlos.
Näheres ist auf der Internetseite der Forstwirtschaftlichen Vereinigung M-V zu erfahren.

Welche Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem Waldeigentum?

Der Waldbesitzer hat das Recht, sein Waldeigentum im Rahmen der Sozialbindung eigenständig und eigenverantwortlich zu bewirtschaften (§ 7, Abs. 1 LWaldG).

Der Waldbesitzer hat die Pflicht, seinen Wald im Rahmen der Zweckbestimmung nach anerkannten forstlichen Grundsätzen so zu bewirtschaften und zu pflegen, dass die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes unter Berücksichtigung der langfristigen Wachstumszeiträume stetig und auf Dauer erbracht wird (§ 11, Abs. 2 LWaldG).

Wegen seines wirtschaftlichen Nutzens (Nutzfunktion), wegen seiner Bedeutung für die Umwelt (Schutzfunktion) und die Erholung der Bevölkerung (Erholungsfunktion) ist der Wald zu erhalten, erforderlichenfalls zu mehren, seine ordnungsgemäße Bewirtschaftung nachhaltig zu sichern, die Forstwirtschaft zu fördern und einen Ausgleich zwischen den Interessen der Allgemeinheit und den Belangen der Waldbesitzer herbeizuführen (§1 LWaldG). Die Verknüpfung der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes ist ein Wesensmerkmal moderner Forstwirtschaft in Mecklenburg- Vorpommern.

Das Landeswaldgesetz Mecklenburg-Vorpommern (LWaldG) stellt die entscheidende Rechtsgrundlage rund um den Wald in unserem Bundesland dar.

Es richtet seine Vorschriften in erster Line an die die Wald bewirtschaftenden Eigentümer (Waldbesitzer) und die allgemeine Bevölkerung, die den Wald zur Erholung oder für andere Zwecke nutzen will und enthält z. B. auch baurechtlich relevante Vorschriften (u. a. §20 Abstand baulicher Anlagen zum Wald). Die Anträge nach dem Landeswaldgesetz müssen die Bürger an das jeweils regional zuständige Forstamt der Landesforst MV richten. Das Forstamt ist eine untere Forstbehörde des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Oberste Forstbehörde ist das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (LM).

Neben dem Landeswaldgesetz gibt es eine Reihe anderer Gesetze und Verordnungen, die einen Bezug zu Wald und Forstwirtschaft haben. Sie finden alle Rechtsvorschriften (Gesetze und Verordnungen) des Landes im zentralen Landesrechtsinformationssystem LARIS.

Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigen Gesetze, Verordnungen und weitere Regelungen den Wald in Mecklenburg-Vorpommern betreffend:

Waldgesetze und Verordnungen

Forstkostenverordnung

Bewertungsmodell

Bewertung von Eingriff und Ausgleich bei Waldumwandlungen nach § 15 LWaldG

Mit Schreiben vom 14.07.2015 hat das LU den Verfahrensvorschlag der Landesforst MV zur Bewertung von Eingriff und Ausgleich bei Waldumwandlungen nach § 15 LWaldG anerkannt. Das Verfahren entspricht den gesetzlichen Anforderungen nach § 15 Abs. 5 Nummer 1 LWaldG und ist fachliche Grundlage für die Anerkennung von Maßnahmen zum Ausgleich der nachteiligen Folgen einer Umwandlung nach § 15 Abs. 11 LWaldG. Die Verfahrensgrundsätze und die Methodik des Bewertungsmodells kommen ab dem 18.09.2015 in allen unteren Forstbehörden zur Anwendung. Die Antragsteller und Planungsbüros haben die Möglichkeit das Verwaltungshandeln nachzuvollziehen. Nach Eingang der Antragsunterlagen zur Waldumwandlungsgenehmigung mit Darstellung der Waldumwandlungs- und Ersatzaufforstungsfläche in einer Shape-Datei werden den Antragstellern die Berechnungsergebnisse zur Verfügung gestellt.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Ihr regional zuständiges Forstamt oder das Fachgebiet Forsthoheit der Zentrale der Landesforst MV (Telefon: 03994 / 235 - 315) oder über unser Kontaktformular.

weitere waldrelevante Regelungen

Natura-2000-Ausgleichszahlung

Die Antragstellung für 2017 ist ab sofort möglich.

Der Privatwaldbesitzer kann für entstehende Erschwernisse auf Waldflächen im Zusammenhang mit der FFH-Richtlinie und der Vogelschutz-Richtlinie einen Erschwernisausgleich beantragen.

Die förderrechtlichen Voraussetzungen finden Sie im Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum des Landes Mecklenburg-Vorpommern (EPLR), in der dazugehörigen Richtlinie (Wald-Erschwernisausgleichsrichtlinie - Wald EARL M-V) und im Merkblatt zur Richtlinie.

Zusätzliche Hinweise zu häufigen Fragen zum Wald-Erschwernisausgleich finden Sie hier.

Antragsteller beachten bitte das Formular Maßnahmentagebuch sowie das Erläuterungsblatt zum Maßnahmentagebuch.


 

Ablauf für Antragsteller 2017:

In Vorbereitung für die Antragstellung 2017 musste bis Ende 2016 ein vorgelagertes Beteiligungsverfahren durchgeführt werden. Alle potentiellen Antragsteller haben daraufhin im März ein Informationsschreiben mit den zur Beantragung frei gegebenen Wald-Feldblöcken erhalten. Parallel wurden bereits per Post ein Schreiben mit Ihren Zugangsdaten (ZID-PIN) sowie ein Schreiben mit einer DVD Ihrer Rasterdaten (Luftbilder) versendet. Auf der aktuell freigeschalteten Internetseite: http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Service/Foerderungen/agmv/ können Sie sich nun das Antragsprogramm herunter laden. Eine Installationsanweisung ist ebenso auf dieser Seite aufrufbar.

Nach der Installation können Sie sich mit Ihrer Unternehmensnummer (BNRZD) und als Passwort Ihre zugesandte ZID-PIN im Programm einloggen. Folgen Sie nun Schritt für Schritt der hinterlegten Kurzanleitung bzw. nutzen Sie die aktuell im Programm hinterlegten Ausfüllhinweise oder das Hilfemenü.

Für Antragssteller ohne die technischen Voraussetzungen steht für den Beantragungszeitraum in der Zentrale der Landesforst MV, Fritz-Reuter-Platz 9, 17139 Malchin ein Arbeitsplatz für die Antragstellung zur Verfügung. Bei Bedarf vereinbaren Sie bitte einen Termin unter den unten genannten Kontaktdaten. Bei Fragen zur technischen Hilfestellung wenden Sie sich bitte an die auf der Internetseite genannten Ansprechpartner.

Mit der Nutzung der digitalen Antragstellung kann der Agrarantrag dann per Datenträger oder online eingereicht werden. Maßgeblich als Einreichungsdatum ist der Eingang des unterschriebenen Datenträgerbegleitscheins bei der Bewilligungsbehörde (Postlaufzeiten beachten). Letzter Termin ist der 15. Mai 2017. Danach können Anträge nur noch bis 09. Juni 2017 unter Beachtung entsprechender Kürzungen der Beihilfen eingereicht werden. Bei Fristüberschreitung von mehr als 25 Kalendertagen wird keine Zuwendung mehr gewährt.

Für das Antragsjahr 2017 ist das Beteiligungsverfahren bereits abgeschlossen. Interessierte Waldbesitzer können jedoch bereits jetzt das Beteiligungsverfahren für das Antragsjahr 2018 durchlaufen. Für Informationen hierzu wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Forstamt.


Ablauf für interessierte Antragsteller:

Allgemeine Informationen finden Sie in der Präsentation „Natura 2000 Ausgleichszahlungen für den Privatwald“.

Als ersten Schritt nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Forstamt auf, in welchem Ihre potentiell ausgleichsfähigen Waldflächen liegen. Das können unter Umständen auch mehrere Forstämter sein. Zu einem vereinbarten Beratungstermin erhalten Sie dort Einsichtnahme in Ihre Flächenkulisse und Flurkarte. Zudem erhalten Sie eine unverbindliche, eigentümerbezogene Flurstücksliste, die Sie als Grundlage zum Ausfüllen des Formulars Flächenidentifizierung nutzen.

Je nach Betroffenheit sind diesem Formular noch Anlagen wie Grundbuchauszüge, Kaufverträge, Vollmachten, Einverständniserklärungen (u.a. bei Verpachtungen), GbR-Verträge, Satzung, o.ä. beizulegen. Zudem müssen Sie den allgemein für EU-Förderung notwendigen Stammdatenbogen ausfüllen und zusammen mit dem ausgefüllten, unterschriebenen Formular Flächenidentifizierung dem Forstamt übergeben.

Die im vorgelagerten Beteiligungsverfahren von Ihnen unterschriebenen Personen- und Flächen-Angaben bilden die Grundlage der voreingetragenen Daten im Förderprogramm "Agrarantrag MV" zur Antragstellung in 2018.


 

Bewilligungsbehörde

Landesforst Mecklenburg-Vorpommern
Anstalt des öffentlichen Rechts
Fritz-Reuter-Platz 9
17139 Malchin

Ansprechpartner: Frau Wippler / Herr Wiechmann
Telefon: 03994 / 235  -331/-332