Ivenacker Eichen werden bundesweit erstes Nationales Naturmonument

Nr.260/2016  | 04.08.2016  | Wald-MV  | Wald M-V

„Geschichtsträchtig“ nannte Umweltminister Dr. Till Backhaus die Ausweisung der tausendjährigen Eichen von Ivenack zum bundesweit ersten Nationalen Naturmonument. Sie erhalten und verdienen diesen Status wegen ihrer Seltenheit, Eigenart und Schönheit, sagte er weiter. Beim Festakt heute im Ivenacker Tiergarten (LK Mecklenburgische Seenplatte) waren auch Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, und Jost Reinhold, Vorsitzender der gleichnamigen Stiftung, anwesend.

Schon vor der Auszeichnung, so der Minister, war das Ensemble ein Ort der Superlative. Hier stehen die ältesten Bäume des Landes Mecklenburg-Vorpommern und mit Stammumfängen von mehr als 14 Metern die stärksten Eichen Europas. Die Einstufung als Nationales Naturmonument mache es zu einem „Nationalpark auf kleinstem Raum“, in dem es nicht nur um die ökologische Bedeutung des Areals, sondern dessen Erlebniswert für den Menschen geht.  

Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich in erster Linie durch eine intakte Natur aus. Fast 20 % der Landesfläche nehmen die Nationalen Naturlandschaften ein, darunter drei Nationalparks, drei Biosphärenreservate und sieben Naturparks. „Mit dem Nationalen Naturmonument Ivenacker Eichen kommt ein weiteres Naturerlebnis hinzu. Damit setzt M-V bundesweit Maßstäbe und zieht auch international die Blicke auf sich“, ist sich Dr. Backhaus sicher.

70.000 Besucher kamen 2015 in den Ivenacker Tiergarten. Im April 2016 wurde mit dem Bau eines 400 Meter langen und 35 Meter hohen Baumkronenpfads begonnen – der bislang größten Investition des Landes zur Verbesserung der Erlebbarkeit des Waldes. Die Kosten belaufen sich auf mehr als drei Millionen Euro. Davon stellt das Land etwa zwei Drittel aus ELER-Mitteln bereit.

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