Naturschützer schließen erstmals Lehrgang zur Forstwirtschaft ab

Nr.390/2016  | 20.12.2016  | Wald-MV  | Wald M-V

14 Frauen und Männer, die hauptberuflich oder ehrenamtlich im Naturschutz in Mecklenburg-Vorpommern tätig sind, haben jüngst im Sägewerk Malchow eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme an der 5-teiligen Fortbildungsreihe "Grundlagen der Forstwirtschaft" erhalten. Damit sind sie die ersten Absolventen des 2013 gestarteten Lehrgangs.

"Das Ziel war, die Naturschützer mit forstwirtschaftlichen Grundkenntnissen auszustatten, um ein Verständnis für forstliche Arbeitsweisen zu entwickeln. Damit soll ein konstruktiver Dialog zwischen Vertretern des Naturschutzes und der Forstwirtschaft gefördert werden", sagte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt.

Vor drei Jahren hat die Landeslehrstätte für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung M-V am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie die Schulung ins Leben gerufen. Fachlich gestaltet wurden die fünf Module von der Landesforst MV. Fachexkursionen und Übungen im Gelände untersetzen die theoretisch vermittelten Inhalte durch direkte Praxisbezüge.

Nun endete das letzte Modul der Reihe zum Thema Holzvermarktung im Sägewerk Malchow. Im ersten Modul "Standorterkundung" wurden Bodenprofile im Wald erläutert und Waldpflanzen bestimmt. In der Forsteinrichtung (Modul II) wurden beispielsweise Höhe und Durchmesser von Bäumen ermittelt. Beim Waldbau (Modul III) stand die Auswahl von Zukunftsbäumen, sogenannten Z-Bäumen, und deren Pflege bis zur Hiebsreife im Mittelpunkt. Im Modul IV wurde die Naturwaldforschung erläutert und welchen Einfluss sie auf eine naturnahe Forstwirtschaft zum Beispiel in FFH-Gebieten hat. Auch Aspekte der Verkehrssicherung, Waldschutzverfahren und die Jagd sind wichtige Bestandteile der Fortbildung.

Der Lehrgang lief von 2013 bis 2016 und war der erste seiner Art. Er ist modular aufgebaut, besondere Teilnahmevoraussetzungen sind nicht erforderlich.

Gemeinsam mit der Landesforst MV wird die Landeslehrstätte für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung diese Veranstaltungsreihe auch in den kommenden Jahren anbieten.