Die "Güstrower Kiefer" ein Mythos? 

Der bereits im 12. Jahrhundert verstärkt einsetzende Ackerbau führte auch im Bereich des heutigen Forstamtes Güstrow zu verarmten Oberböden.
Die für die Kiefer günstige arme Bodenvegetation kombiniert mit nährstoffreichen Substraten bewirkt eine überdurchschnittliche Wuchs- und Qualitätsleistung.
Im Jahr 1995 wurden 147 ha als "Kiefern-Sonderherkunft Güstrow " anerkannt (aktuell verfügbar 132 ha).
Fast alle Saatgutbestände weisen eine zweite Schicht mit der Klimaxbaumart Buche auf. Durch die sorgfältige Ernte der Altkiefern werden diese Bestände langfristig in Buchenbestände überführt.
Die Nische der Güstrower Kiefer liegt in der Naturverjüngung und in der gezielten Wiederaufforstung dieser Sonderherkunft, auch wenn die aktuelle Bodenentwicklung nahezu ausschließlich Laubholz- bestände vorsehen würde.
Jeder Baum braucht seinen Standort!
94 % der Standorte des Forstamtes sind mit einer  mittleren (M), reichen (R) und kräftigen (K) Nährstoffversorgung ausgestattet. Sie sind nicht unbedeutend und für den Laubholz-Umbau vordringlich zu nutzen.
Eine ziemlich arme (Z) bzw. arme (A) Nährkraftaustattung liegt lediglich bei 6 % der Waldstandorte vor.

 
Kiefernzapfen
Kiefernsämling