
Die Retzow Stepenitzer Heide
Ausgedehnte Calluna-Heide- und kräuterreiche Trockenrasenflächen umgeben von Kiefernwäldern prägen die
Naturräumlich in den Parchim-Meyenburger-Sandflächen gelegen und geologisch durch das Frankfurter Stadium der Weichselvereisung geprägt, entstand der eigentliche Charakter dieses Gebietes erst durch Menschenhand. Die ehemalige militärische Nutzung durch sowjetische Streitkräfte hat diese typische Kulturlandschaft entstehen lassen. Teilflächen sind immer noch mit Munition belastet. Sie sind vor Ort ausgewiesen und dürfen nicht betreten werden. Die kargen Standortverhältnisse sind ideal für die Calluna-Heide und blütenreiche Kräuter wie Habichtskraut, Gras-Heidenelke, Ferkelkraut, Sandstrohblume und vieles mehr.
Der Insektenreichtum ist Voraussetzung für viele Vogelarten wie Feld- und Heidelerche, Baumpieper und Goldammer. Neuntöter und Ziegenmelker sind ebenfalls anzutreffen.
Etwa 610 ha des in Mecklenburg gelegenen Teils sind als Naturschutzgebiet „Marienfließ“ ausgewiesen. Das Gebiet kann nur zu Fuß und per Rad erkundet werden, denn Ruhe und sanfte öffentliche Nutzung ohne Straßenlärm sind ein Schutzgut dieser großen unzerteilten Landschaft.
Lage: südlich von Lübz und Plau am See an der Landesgrenze zu Brandenburg
Ansprechpartner:
Forstamt Karbow des Landes M-V
Revierförsterei Retzow
Ganzliner Str. 56
19395 Retzow
Tel. : 0173 / 3008709
Fax : 038733 / 22810
Mail: karbow@lfoa-mv.de
www.karbow.wald-mv.de
Führungen: nach Anmeldung
Preise: individuelle Wanderungen kostenfrei
Anreise:
mit Bus oder Bahn: bis Ganzlin
mit dem Auto: bis Wahlstorf oder Retzow
Das Betreten des Waldes erfolgt nach dem Landeswaldgesetz
Anfahrtshinweise (.pdf 140 KB)