
Naturschutz – Aufgabenbereich der Landesforstanstalt M-V
Die Mitarbeiter der Landesforst Mecklenburg- Vorpommern nehmen die Verantwortung, die sich aus der Einheit von Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern ergibt, auch bei der Bewahrung und Entwicklung des Arten- und Biotopschutzes wahr.
Im Rahmen des Konzeptes „ Ziele und Grundsätze einer naturnahen Forstwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ werden Maßstäbe gesetzt, die über die gesetzlichen Verpflichtungen weit hinaus gehen. Neben der Errichtung von Naturwaldreservaten und dem verantwortungsvollen Umgang mit Naturschutzgebieten hat das Belassen von Alt- und Biotopbäumen, von Altholzinseln und das Vorhalten von Buchenaltholz eine große Bedeutung in der forstlichen Praxis.
Im Rahmen einer Kartierung wurden die Wälder in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Vielzahl von Waldfunktionen belegt.
Waldfunktionen mit vorrangig naturschutzrechtlichem und –fachlichem Hintergrund nehmen dabei mit
Flächenumfang von Waldfunktionen mit vorrangig naturschutzfachlichem Hintergrund im Wald der Landesforst M-V
| Schutzkategorie | Fläche (ha) |
| Natura 2000 - Vogelschutzgebiete | 61.574 |
| Natura 2000 - FFH | 43.892 |
| Landschaftsschutzgebiete | 30.694 |
| Naturparke | 18.484 |
| Naturschutzgebiete | 9.012 |
| Biosphärenreservate (Kernzone) | 2.686 |
| Gesetzlich geschützte Biotope (§ 20 LNatSchG)² | 2.529 |
| Naturwaldreservate | 1.013 |
| Geschützte Landschaftsbestandteile | 92 |
| Summe (flächenbereinigt)³ | 120.361 |
2) soweit digital vorliegend, d.h. ohne die Landkreise Uecker-Randow, Demmin, Ostvorpommern und Mecklenburg-Strelitz
3) ohne Mehrfachnennung von Flächen mit mehreren Waldfunktionen
Im Rahmen des Arten- und Biotopschutzes unterstützt die Landesforstanstalt auch Projekte anderer Vorhabensträger wie z. B. die Ausweisung von Waldschutzarealen als Lebensraum für den Schreiadler oder die Kartierung von Schwarzspecht- Höhlenbäumen.
Gemeinsam erarbeiten Mitarbeiter in den Landesforsten der Länder Mecklenburg- Vorpommern und Brandenburg im Jahr 2008 ein integriertes Naturschutzkonzept.