Waldmehrungsplanung 

Mecklenburg-Vorpommern zählt mit einem Waldanteil von etwa 23 % zu den waldärmsten Bundesländern Deutschlands. Die Waldmehrung dient der Verbesserung des Naturhaushaltes und ist ein Beitrag zur extensiven, ökologiegerechten Landnutzung. Insbesondere folgende Argumente sprechen für eine Erhöhung des Waldanteils in Mecklenburg-Vorpommern:

  • Wald speichert Kohlenstoff aus der Atmosphäre und trägt somit zum Klimaschutz bei
  • neuer Wald erhöht das nachwachsende Rohstoff- und Energiepotenzial kommender Jahrzehnte
  • neuer Wald schafft neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen und trägt zum Biotopverbund bei
  • neuer Wald verbessert die Schutzfunktionen und den Erholungswert der Landschaft
  • die Aufforstung von Agrarflächen führt zur Extensivierung der landwirtschaftlichen Produktion und wird im Rahmen der EU-Agrarpolitik gefördert.

Die Waldmehrung ist daher in Mecklenburg-Vorpommern erklärtes Ziel der Landespolitik (vgl. Landesraumentwicklungsprogramm 2005).

Zur räumlichen Differenzierung der Waldmehrung liegt landesweit eine Waldmehrungsplanung auf naturräumlicher Grundlage vor, die in Zusammenarbeit mit D. KOPP erstellt wurde. Hierzu wurde anhand der forstlichen Standorts- und Naturraumerkundung für abgegrenzte Naturraummosaike mit gleichen standörtlichen Bedingungen ein Bewaldungsziel (ist gleich Potenzial) hergeleitet, welches sich am langfristigen Bewaldungsziel von 30 % der Landesfläche orientiert. Dabei wurde die Eignung der Mosaike für die Landwirtschaft berücksichtigt und die Zielbewaldung entsprechend abgestuft. So nimmt beispielsweise die forstwirtschaftliche Nutzungseignung eines Naturraumes gegenüber der landwirtschaftlichen zu, je sandiger die Böden sind, je bewegter das Relief ist oder wenn die Böden als sehr trocken oder sehr nass charakterisiert sind.
Die Karten liegen im Maßstab 1:50.000 vor und können in den Forstämtern vor Ort eingesehen werden.

 
Buchenaltholz
Buchenaltholz