
Bodendauerbeobachtung
Das Sachgebiet Bodendauerbeobachtung stellt flächenrepräsentative Daten über den Zustand der Waldböden zur Verfügung. Zu diesem Zweck werden landesweit zwei Aufnahmenetze betrieben.
Das Aufnahmenetz der Bodendauerbeobachtungsflächen-Forst (ehemalig ÖWK) besteht aus 57 Flächen, wurde im Zeitraum 1986-89 eingerichtet und seitdem kontinuierlich aufgenommen. Die Bodenzustandentwicklung dieser Flächen ist mit zwei Wiederholungen (1991-95, 1999-2000) gut dokumentiert. Ergänzt werden die Boden- durch Nadel-/Blattanalysenuntersuchungen. Jährliche Kronenzustandsansprachen gestatten es darüber hinaus, die Folgen beobachteter Boden- und Ernährungszustände für die Waldvitalität abzuschätzen.
Neben den Bodendauerbeobachtungsflächen-Forst existiert das Aufnahmenetz der Bundesweiten Bodenzustandserhebung im Wald (BZE), das aus 76 Flächen besteht, und im Jahre 1992 erstmalig aufgenommen wurde. Die Außenaufnahmen und die Laboranalysen der ersten Wiederholungsaufnahme – der BZE II – wurden in den Jahren 2005-2007 in Mecklenburg-Vorpommern realisiert. Aus Kostengründen fand die Erhebung an einer selektierten Unterstichprobe des BZE-Netzes statt. Die Auswertungen zur BZE II wurden in Heft 9/2011 der Schriftenreihe „Mitteilungen aus dem Forstlichen Versuchswesen Mecklenburg-Vorpommern“ veröffentlicht und können hier
Ferner beteiligte sich das Land Mecklenburg-Vorpommern in den Jahren 2005/06 an dem kofinanzierten EU-Demonstrationsprojekt – Biosoil. Es dient dem Aufbau eines zukünftigen, europaweit einheitlichen Waldboden- und Biodiversitätsmonitorings. In erster Linie sollen durch Biosoil zweckmäßige Aufnahmemethodiken und geeignete Auswertungsmethoden auf EU-Ebene geschaffen werden.