
Waldgenerhaltung
Die genetischen Ressourcen der Waldgehölze repräsentieren eine wesentliche Säule der biologischen Vielfalt der Wälder. In der Landesforst werden die Aktivitäten zur Waldgenerhaltung vorrangig in die naturnahe Waldbewirtschaftung integriert. Für seltene oder gefährdete Gehölzarten werden zusätzliche Erhaltungsmaßnahmen konzipiert und durchgeführt. Die Waldgenerhaltung richtet sich auf alle einheimischen Gehölze und auf Baumarten, die im Zusammenhang mit dem prognostizierten Klimawandel eine Bedeutung für die Erhaltung des Waldes haben. Programm Die Landesforst arbeitet seit 1992 programmatisch an der Erfassung, Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der „Forstlichen Genressourcen“.
2003 wurden die zu den Genressourcen durchgeführten Maßnahmen einer Analyse unterzogen und Vorschläge zur weiteren Umsetzung mit einem Landesprogramm zu den Forstlichen Genressourcen unterbreitet.
Landesprogramm
Projekte, Genetik
In der Anfangsphase des Programms wurde zunächst die Situation der Population der einzelnen Gehölzarten erfasst und dokumentiert sowie erste genetische Untersuchungen (Eiche, Eibe) durchgeführt. Nach der Maßnahmenanalyse wurde verstärkt das Mittel der genetischen Untersuchungen genutzt, um Erhaltungsmaßnahmen für gefährdete Waldgehölze (u. a. Europäische Schwarzpappel, Holzapfel und -birne, Elsbeere) vorzubereiten. Für Herkünfte heimischer Straucharten wird derzeit ein Erhaltungsprogramm initiiert.
Im Zuge der Erforschung von möglichen Folgen der Klimaveränderung werden zunehmend auch spezielle genetische Untersuchungsmethoden genutzt, um insbesondere die natürliche Toleranz der Waldbaumarten gegenüber diesem Phänomen zu ermitteln.
Eine Auswahl der im Rahmen des Programms bearbeiteten Projekte können Sie als