Arboretum Erbsland 

Der forstbotanische Garten „Erbsland“ befindet sich inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte, 6 km nordöstlich der kleinen Stadt Mirow. Nach der Schmettauschen Karte von 1780 war das Gebiet einst Ackerland. Vermutlich wurden im Erbsland, einer fruchtbaren, etwa 7 ha großen Insel aus Geschiebelehm inmitten ausgedehnter Sanderflächen, einst von den Bauern des Dorfes Qualzow Erbsen angebaut.

Im Jahre 1887 wurde das Arboretum unter Leitung des Mirower Oberforstinspektors Friedrich Scharenberg (1821-1901) mit ausländischen Baumarten bepflanzt, um deren Eignung für die deutsche Forstwirtschaft zu testen.

Mit über 30 noch vorhandenen Baumarten, die zum Teil beeindruckende Wuchsleistungen aufweisen (z. B. Douglasie Baumhöhe 42 m, 10 m³ Holzvolumen) gehört das Erbsland zu den ältesten und dendrologisch interessantesten forstlichen Anbauversuchen in Deutschland. Das Erbsland ist reizvoll zu jeder Jahreszeit, egal ob im Frühjahr, wenn das frische Grün sich zeigt, mit bunter Laubfärbung im Herbst oder mit schneebedeckten Baumkronen im Winter.

Ansprechpartner:

Forstamt Mirow
Rudolf-Breitscheid-Straße 26
17252 Mirow
Tel.: 039833 / 2619-0  
Fax: 039833 / 2619-20    
Mail: mirow@lfoa-mv.de www.mirow.wald-mv.de

Führungen: individuelle Führungen  für Gruppen ab 8 Personen nach Absprache; Preise: pro Person 2,50 €,  Kinder 1,50 €, individuelle Wanderungen kostenfrei

Anreise:

mit der Bahn: Mirow oder Linienbus von Neustrelitz
mit dem Auto: A 19 Abzweig Röbel, B 198 bis Mirow, ab Mirow Richtung Granzow

Zu erreichen ist das Erbsland ausgehend von der B 198 in Mirow Richtung Userin durch das Dörfchen Granzow nach Schillersdorf. Der Abzweig zwischen Granzow und Schillersdorf in das Erbsland (ca. 1,7 km) ist durch Schilder markiert jedoch für den öffentlichen Kfz-Verkehr nicht zugelassen.
Am geeignetsten ist die Tour mit dem Fahrrad.

Das Betreten des Waldes erfolgt nach dem Landeswaldgesetz M-V § 28 auf eigene Gefahr.
Wegen des besonders schützenswerten alten Baumbestandes kann die Verkehrssicherung nicht in vollem Umfang gewährleistet werden, so dass das Betreten bei Sturm und starkem Niederschlag nicht empfohlen wird.

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