Waldbesucher

Fährt man von Neustrelitz westwärts in Richtung Userin, kommt man durch den kleinen Ort Lindenberg. Rechterhand liegt ein Waldkomplex auf kräftigem Standort. Der gute Standort ist durch einen Ausläufer der Endmoräne der letzten Eiszeit hervorgerufen.

Auf der Schmettauschen Karte von 1788 ist hier noch kein Wald eingezeichnet. Diese besseren Böden wurden damals ackerbaulich genutzt. Vielleicht wollte der Oberförster der Oberförsterei Langhagen, Rudolph Hahn, die Eignung ausländischer Baumarten für den Anbau im Wald selbst ausprobieren. Als erster Strelitzer hatte Oberförster Johannes Grapow in Lüttenhagen 1880 mit zahlreichen ausländischen Baumarten experimentiert. Die Oberförster Friedrich Scharenberg mit dem „Erbsland“ bei Mirow und Rudolph Hahn auf dem „Lindenberg“ folgten seinem Beispiel 1887 mit größeren Anlagen.

Im Arboretum Lindenberg wurden die ausländischen Baumarten eng mit einheimischen Gehölzen vermischt, vermutlich um bei Eigenschaften wie Wuchsleistung und Stabilität den direkten Vergleich zu den einheimischen Gehölzen herstellen zu können. Heute finden wir hier 20 verschiedene Baumarten, teilweise mit beeindruckenden Wuchsleistungen. Bei der Küstentanne wurde eine Höhe von 44 m gemessen. Die Durchmesser sind mit zum Beispiel 82 cm in Brusthöhe bei der stärksten Küstentanne und maximal 80 cm bei den Douglasien ebenfalls beachtlich. An das Arboretum schließt sich ein sehenswerter Findlingsgarten an.

Lage:   westwärts von Neustrelitz Richtung Userin liegt der kleine Ort Lindenberg

Betreuung:

Forstamt Mirow
R.-Breitscheid-Str. 26
17252 Mirow
Tel.: 039833 / 2619-0   
Fax: 039833 / 2619-20    
Mail: mirow@lfoa-mv.de  
www.mirow.wald-mv.de  

Preise:  individuelle Wanderung kostenfrei

Führungen:  bei Gruppen ab 8 Personen nach Absprache, Kosten Erwachsene 2,50 €, Kinder 1,50 €

Anreise:  von Neustrelitz westwärts in Richtung Userin

Das Betreten des Waldes erfolgt nach dem LandeswaldgesetzM-V § 28 auf eigene Gefahr.

Der forstbotanische Garten „Erbsland“ befindet sich inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte, 6 km nordöstlich der kleinen Stadt Mirow. Nach der Schmettauschen Karte von 1780 war das Gebiet einst Ackerland. Vermutlich wurden im Erbsland, einer fruchtbaren, etwa 7 ha großen Insel aus Geschiebelehm inmitten ausgedehnter Sanderflächen, einst von den Bauern des Dorfes Qualzow Erbsen angebaut.

Im Jahre 1887 wurde das Arboretum unter Leitung des Mirower Oberforstinspektors Friedrich Scharenberg (1821-1901) mit ausländischen Baumarten bepflanzt, um deren Eignung für die deutsche Forstwirtschaft zu testen.

Mit über 30 noch vorhandenen Baumarten, die zum Teil beeindruckende Wuchsleistungen aufweisen (z. B. Douglasie Baumhöhe 42 m, 10 m³ Holzvolumen) gehört das Erbsland zu den ältesten und dendrologisch interessantesten forstlichen Anbauversuchen in Deutschland. Das Erbsland ist reizvoll zu jeder Jahreszeit, egal ob im Frühjahr, wenn das frische Grün sich zeigt, mit bunter Laubfärbung im Herbst oder mit schneebedeckten Baumkronen im Winter.

Ansprechpartner:

Forstamt Mirow
Rudolf-Breitscheid-Straße 26
17252 Mirow
Tel.: 039833 / 2619-0   
Fax: 039833 / 2619-20    
Mail: mirow@lfoa-mv.de www.mirow.wald-mv.de

Führungen: individuelle Führungen  für Gruppen ab 8 Personen nach Absprache; Preise: pro Person 2,50 €,  Kinder1,50 €, individuelle Wanderungen kostenfrei

Anreise:

mit der Bahn: Mirow oder Linienbus von Neustrelitz
mit dem Auto: A 19 Abzweig Röbel, B 198 bis Mirow, ab Mirow Richtung Granzow

Zu erreichen ist das Erbsland ausgehend von der B 198 in Mirow Richtung Userin durch das Dörfchen Granzow nach Schillersdorf. Der Abzweig zwischen Granzow und Schillersdorf in das Erbsland(ca. 1,7 km) ist durch Schilder markiert jedoch für den öffentlichen Kfz-Verkehr nicht zugelassen.
Am geeignetsten ist die Tour mit dem Fahrrad.

Das Betreten des Waldes erfolgt nach dem LandeswaldgesetzM-V § 28 auf eigene Gefahr. 
Wegen des besonders schützenswerten alten Baumbestandes kann die Verkehrssicherung nicht in vollem Umfang gewährleistet werden, so dass das Betreten bei Sturm und starkem Niederschlag nicht empfohlen wird.

Die Wesenberger Darre wurde in den 20er Jahren auf Anweisung des Strelitzer Landforstmeisters Achim von Arenstorff(1867 – 1926) errichtet. Gedarrt wurden vorwiegend Kiefernzapfen. 
Anfang des letzten Jahrhunderts versorgte die Wesenberger Darre ganz Mecklenburg- Strelitz mit Kiefernsaatgut. 
Nach dem Krieg wurde die Darre als Wohnung genutzt und die Schrankdarre mit einer Wand verblendet. Bei der Entkernung Anfang der 90er Jahre staunten die Bauleute nicht schlecht, als hinter der Wand die Schrankdarre zum Vorschein kam, in der noch Reste der alten Zapfen lagerten. Heute ist die Darre eine Attraktion des Wesenberger Burgmuseums.

Zahlreiche Arbeitsgeräte, die im letzten Jahrhundert von den Waldarbeitern zur Aussaat, Pflanzung, Pflege bis hin zur Harzgewinnung und dem Fällen der herangewachsenen Bäume genutzt wurden, sowie umfangreiche Informationen zum Darrprozess sind Bestandteil der Ausstellung.

Ein weiterer Museumsteil richtet sich in erster Linie an die Kinder.
Es werden einige Tiere der Wesenberger Wälder in ihrem Lebensraum dargestellt und bei genauem Hinsehen fallen weitere zahlreiche Spuren von verschiedenen Lebewesen unseres Waldes auf.

Lage:  Das Burgmuseum liegt direkt im Zentrum der Ortschaft Wesenberg. In Wesenberg folgen Sie bitte der Ausschilderung in Richtung Markt bzw. Burg. Auf dem Markt sind Parkmöglichkeiten vorhanden.

Öffnungszeiten: 
Mai: täglich, 10:00 - 17:00 Uhr 
Juni - August: täglich, 10:00 - 18:00 Uhr 
September: täglich, 10:00 - 17:00 Uhr 
Oktober - April: Mo - Fr, 10:00 - 16:00 Uhr 
oder nach vorheriger Absprache mit dem Informationsbüro 
des Burgmuseum Wesenberg. 

Eintritt: Burgturm und Heimatstube - 2,- € 
Ermäßigter Eintrittspreis: (Schwerbeschädigte, Rentner, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre) - 1,- €

Führungen: Bei Interesse sind Führungen seitens des Forstamtes Mirow zum Ausstellungsteil Wesenberger Darre im Burgmuseum zu Wesenberg möglich.
Bitte melden Sie sich vorab telefonisch oder persönlich im Forstamt Mirow an.

Ansprechpartner:
  
Forstamt Mirow   
R.-Breitscheid-Str. 26  
17252 Mirow   
Tel.: 039833 / 2619 - 0  
Fax: 039833 / 2619 - 20  
Mail: mirow@lfoa-mv.de     
www.mirow.wald-mv.de      

Touristinformation Wesenberg
Burg 1
17255 Wesenberg
Tel.: 039832 / 20621
Fax: 039832 / 20383
Mail: info@wesenberg-mecklenburg.de  
www.wesenberg-mecklenburg.de 

Anreise: 
per Bahn:
 bis Wesenberg
mit dem Pkw: A 19 bis Abfahrt Röbel, dann B 198 Richtung Neustrelitz bis Wesenberg