Intensivmonitoring in den Wäldern

Vor allem menschliche Einflüsse veränderten und verändern unsere Umwelt stetig und teils rasant. Die Gesundheit und Funktionsfähigkeit unserer Wälder kann hierdurch deutlich gemindert werden. Negative Beeinträchtigungen ergeben sich beispielsweise aus historischen Landnutzungen, wie Waldrodung, Waldweide oder Streunutzung, aber auch aus langjährigen hohen Schadstoffeinträgen der letzten Jahrzehnte sowie den aktuell feststellbaren Auswirkungen des Klimawandels. Nicht alle eingetretenen Schäden sind dabei immer visuell sofort erkennbar, sondern bedürfen oft eingehender fachlicher Untersuchungen.

Aufgabe der Gesellschaft und der Forstwirtschaft ist es, die bestehenden Risiken zu minimieren und die Waldgesundheit zu fördern. Zum Schutz der Wälder wurde 1985 ein internationale Kooperationsprogramm (ICP-Forests, http://icp-forests.net) beschlossen, an dem weltweit ca. 42 Staaten teilnehmen. Zusätzlich ist in Deutschland  das Forstliche Umweltmonitoring seit 2014 auch gesetzlich festgeschrieben.

Zuverlässige Informationen über den Zustand und die Entwicklung der Wälder gewinnt das Forstliche Umweltmonitoring aus zwei hierarchisch aufgebauten Inventurebenen:

I. Auf der unteren Inventurebene, den flächendeckenden Großrauminventuren, werden auf Rasternetzen einfach zu erhebende Daten zur Waldgesundheit erhoben. Hierzu gehören z. B. die Punkte der Bundesweiten Wald- und Bodenzustandserhebung (WZE/BZE), welche seit 1992 aufgenommen werden.

II. Auf der oberen Inventurebene, den Intensivmessflächen (Level II), werden in Mecklenburg-Vorpommern seit 1996 zwei exemplarische Waldökosysteme (als Fallstudien) eingehender untersucht, in dem eine Vielzahl von Umwelt- und Waldzustandskenngrößen gemessen werden. Hier sollen in erster Linie ablaufende Prozesse in den Wäldern abgebildet werden.
Auf den Intensivmonitoringflächen (Level II-Flächen) werden neben den Reaktionen und Schäden in erster Linie die hierfür verantwortlichen Ursachen erfasst, um die komplexen Ursache-Wirkungs-Beziehungen der Waldökosysteme festzustellen. Die umfangreichen Daten ermöglichen eine genaue Bewertung der Waldzustände, verbessern das Verständnis über die ablaufenden Prozesse und ermöglichen das Ableiten konkreter Schutz- und Handlungsempfehlungen. Folgende Erhebungen werden derzeit an diesen hoch instrumentierten Versuchsflächen regelmäßig ausgeführt: Meteorologie, Deposition, Luftschadstoffkonzentrationen, Phänologie, Stammabfluss- und Streufalluntersuchungen, Nadel- bzw. Blattanalysen, Bodenkennwerte, Bodenlösungschemie, Bodenwasserhaushalt, Bestandes- und Einzelbaumwachstum, Kronenzustand sowie Ozonschäden.  Insgesamt werden somit je Fläche über 100 verschiedene Ansprache- bzw. Analyseparameter kontinuierlich erfasst.

Auf den Intensivmonitoringflächen (Level II-Flächen) werden neben den Reaktionen und Schäden in erster Linie die hierfür verantwortlichen Ursachen erfasst, um die komplexen Ursache-Wirkungs-Beziehungen der Waldökosysteme festzustellen. Die umfangreichen Daten ermöglichen eine genaue Bewertung der Waldzustände, verbessern das Verständnis über die ablaufenden Prozesse und ermöglichen das Ableiten konkreter Schutz- und Handlungsempfehlungen. Folgende Erhebungen werden derzeit an diesen hoch instrumentierten Versuchsflächen regelmäßig ausgeführt: Meteorologie, Deposition, Luftschadstoffkonzentrationen, Phänologie, Stammabfluss- und Streufalluntersuchungen, Nadel- bzw. Blattanalysen, Bodenkennwerte, Bodenlösungschemie, Bodenwasserhaushalt, Bestandes- und Einzelbaumwachstum, Kronenzustand sowie Ozonschäden.  Insgesamt werden somit je Fläche über 100 verschiedene Ansprache- bzw. Analyseparameter regelmäßig erfasst.

Kontakt

Leiter des Sachgebietes Forstliches Umweltmonitoring
Jan Martin
Telefon: 0385 / 6700 - 131
Sachbearbeiter Forstliches Umweltmonitoring / Waldschutz und Waldzustandsüberwachung
Kai Thiede
Telefon: 0385 / 6700 - 181

Publikationen und Dokumente

Publikationen

Forstliches Umweltmonitoring Mecklenburg-Vorpommern – Ergebnisse der Untersuchungen auf den Intensivmonitoringflächen (Level II)

Mitteilungen aus den Forstlichen Versuchswesen Mecklenburg-Vorpommern, Landesforst MV, 10/2017, 204 S.

Martin, J. & Schulz, H. (2009): Der Kronen- und Ernährungszustand der Gemeinen Kiefer in M-V

immerGRÜN – Nachrichten aus Wald, Forstwirtschaft & Natur, I-2009: 11-13.