Landeswaldschutzmeldestelle

Waldschutzinformation 05/14

17. Neubrandenburger Kolloquium

"Gewässer im Konflikt - Bauvorhaben, Naturschutz, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft"

Nr.005/08  | 25.09.2008  | StALU MS  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte

Gewässer haben in der menschlichen Geschichte immer eine entscheidende Rolle gespielt, waren sie doch ein entscheidender Standortfaktor für die Besiedlung der Erde, denn nur dort, wo ausreichend Wasser zur Verfügung steht, ist Leben möglich. 

Dieses Leben hat teils weit zurückliegende Spuren an unseren Gewässern hinterlassen, dienten und dienen sie doch nicht nur der Wassergewinnung, sondern auch als Transporteur und sind letztlich Endstation für die Abwasserbeseitigung.

Dazu kamen immer wieder Einschränkungen der Gewässerbetten durch Begradigungen, Bauwerke oder Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzfläche sowie Einträge durch menschliche Tätigkeit, wie industrielle Nutzung oder die Landwirtschaft.

Fazit ist, dass alle diese Ereignisse unsere Gewässer in einen Zustand versetzt haben, der nur noch für ca. 10 % konstatieren kann, daß er ökologisch gut ist. 

Nach wie vor stehen Gewässer vielfach im Mittelpunkt des menschlichen Interesses, sei es aus touristischer Sicht mit der Umsetzung großer Bauvorhaben oder aus privater Sicht mit der Errichtung kleinerer Stege für die Individualnutzung. Die Einträge aus Industrie und Landwirtschaft haben sich zwar generell verringert, sind aber nach wie vor für unsere "überfütterten" Gewässer viel zu hoch. 

Das 17. Neubrandenburger Kolloquium als Gemeinschaftsveranstaltung der Hochschule Neubrandenburg, dem Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau und dem Staatlichen Amt für Umwelt und Natur Neubrandenburg soll das Spannungsfeld zwischen Ansprüchen aus der Umsetzung europäischer Forderungen wie Wasserrahmenrichtlinie, FFH- und Vogelschutz-Richtlinie und den Auswirkungen auf die Gewässer durch Besiedlung und Landwirtschaft darstellen und Vertretern aus Behörden, Wasser- und Bodenverbänden, dem Bauernverband, Planungsbüros, Studenten und einer interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit zur Information und Diskussion zum Thema bieten. 

Die Einladungen und das Programm können unter www.staun-neubrandenburg.de eingesehen werden. 

Christa Maruschke
Amtsleiterin

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Mitarbeiter der Landesforst MV vor Ort

Mitarbeiter der Landesforst MV vor Ort

Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Waldschutzmeldewesen mit den Bestandteilen Waldschutzmeldedienst, Waldschutzberatung, Überwachung von Schaderregern und des Waldzustands, Prognose und Abwehr von Schäden sowie eine praxisorientierte Waldschutzforschung. 


Der Waldschutzmeldedienst sichert eine aktuelle Übersicht zum forstsanitären Zustand der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern sowie die Herleitung von Prognosen zu Schadverläufen als Handlungsgrundlagen für Waldbesitzer und Forstbehörden. Die Beratung der Forst- / Nationalparkbehörden und Waldbesitzer schließt vor allem die Diagnose und die Abwehr von Schaderregern ein. Die Ergebnisse bewährter Überwachungsverfahren zum rechtzeitigen Erkennen von Gradationen der nadelfressenden Insekten, der Holz- und Rindenbrüter sowie der im Wald schädigenden Mäuse werden erfasst und für Prognosestellungen ausgewertet. Das Erfassen und Auswerten aller Waldbrände des Landes sind ebenfalls Bestandteile des Meldedienstes. Monatlich wird für alle Waldbesitzer eine aktuelle Waldschutzinformation zum Gesundheitszustand des Gesamtwaldes in Mecklenburg-Vorpommern herausgegeben.


Zur Dokumentation von Vitalitätsveränderungen der Waldbäume infolge von klimatischen Einflüssen, Schäden durch Insekten/Pilze und Immissionen liefern die raum- und zeitbezogenen Erhebungen des Kronenzustandes wertvolle Informationen. Das Sachgebiet Waldschutz führt jährlich die Waldzustandserhebung (WZE) auf einem systematisch angelegten, repräsentativen Stichprobennetz durch. Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung werden jährlich im Waldzustandsbericht veröffentlicht. Die Waldzustandserfassung gehört zum forstlichen Umweltmonitoring und ist Bestandteil des "International Cooperative Programme on Assessment and Monitoring of Air Pollution Effects on Forests" (ICP-Forests ) der UNECE . Daten des Forstlichen Umweltmonitorings aus Mecklenburg-Vorpommern fließen in Bundes- und EU-Auswertungen ein. 


Zur Absicherung eines hohen wissenschaftlichen Leistungsstandards wird auf vertraglicher Basis mit dem Kompetenzzentrum Forst Eberswalde sowie mit dem Pflanzenschutzdienst Mecklenburg-Vorpommern als auch mit nationalen Fachgremien und anderen wissenschaftlichen Institutionen zusammengearbeitet. 
Ziel des Waldschutz ist Sicherung, Bewahrung und Mehrung stabiler, ertragsreicher Wälder in Mecklenburg-Vorpommern durch eine rechtzeitige, umweltschonende Schadensbegrenzung und vorbeugende oder überwiegend biologische Abwehrmaßnahmen.