Landeswaldschutzmeldestelle

Waldschutz-Merkblatt Nr. 16

Forstlich bedeutsame holz- und rindenbrütende Insekten Fraßbilder

Wirtschaft und Minister intensiv im Dialog

Seidel: investitionen im Land befördern - Finanzierung erleichtern

Nr.343/08  | 21.11.2008  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus
Die globale Finanzmarktkrise und die daraus resultierenden Turbulenzen sorgen bei vielen Unternehmern für Unruhe und Unsicherheit. Die Vergabe langfristiger und großer Kredite erfolgt tendenziell restriktiver. "Wir müssen die Probleme benennen, ohne sie zu überzeichnen", so das Fazit von Wirtschaftsminister Jürgen Seidel nach einem Treffen mit Wirtschaftskammern und der Vereinigung der Unternehmensverbände im Schweriner Schloss. "Von einer flächendeckenden Kreditklemme kann nicht die Rede sein."

 

Die Teilnehmer verständigten sich auf weitere Gespräche mit überregionalen und regionalen Banken und Kreditinstituten, an denen genauso betroffene Unternehmen einzelner Branchen, Kammervertreter und Sozialpartner teilnehmen werden. "Unsere regionalen Banken und Kreditinstitute stellen sich den neuen Herausforderungen, auch mit neuen Produkten", so die Einschätzung der Gesprächsteilnehmer. "Für unsere Unternehmen kann es schwieriger werden, langfristige Kredite zu bekommen. Einen möglichen Investitionsstau dürfen wir alle gemeinsam nicht zulassen", so Seidel. In diesem Zusammenhang wurde von Seiten der Kammern insbesondere über die Entwicklung neuer Produkte und die Verbesserung der Konditionen der Bürgschaftsbank sowie der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft als zielführende Maßnahmen berichtet. Für das Handwerk ist es von besonderer Bedeutung, dass die öffentlichen Investitionen im anstehenden Winter nicht zurückgefahren werden.

 

"Genauso wichtig ist es sicherzustellen, dass die Unternehmen des Landes die bereits bestehenden Förderinstrumentarien noch besser kennen, auch im Bereich der Finanzierung internationaler Projekte, um diese klug nutzen zu können. Hier sind wir alle gefragt", so Seidel weiter.

 

"Das gemeinsame Ziel ist, passgenau, angemessen und nachhaltig auf die Herausforderungen der Finanzkrise zu reagieren. Dabei muss es darum gehen, den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern und die Kreditversorgung der Wirtschaft zu sichern. Dazu gehört, die auf Bundesebene eingeleiteten Maßnahmen für unser Land abgestimmt zu komplementieren. Hier sehen die Unternehmensverbände bei Bürgschaften noch Lücken", sagte Seidel. "Es geht darum konjunkturunterstützend zu arbeiten, indem wir z. B. nachhaltig wirkende Investitionen voranbringen."

 

Das Gespräch war Teil einer Konsultationsreihe mit Finanz- und Wirtschaftsvertretern, in der die Folgen der Finanzmarktkrise und die Schlussfolgerungen für Mecklenburg-Vorpommern beraten werden.

 

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Mitarbeiter der Landesforst MV vor Ort

Mitarbeiter der Landesforst MV vor Ort

Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Waldschutzmeldewesen mit den Bestandteilen Waldschutzmeldedienst, Waldschutzberatung, Überwachung von Schaderregern und des Waldzustands, Prognose und Abwehr von Schäden sowie eine praxisorientierte Waldschutzforschung. 


Der Waldschutzmeldedienst sichert eine aktuelle Übersicht zum forstsanitären Zustand der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern sowie die Herleitung von Prognosen zu Schadverläufen als Handlungsgrundlagen für Waldbesitzer und Forstbehörden. Die Beratung der Forst- / Nationalparkbehörden und Waldbesitzer schließt vor allem die Diagnose und die Abwehr von Schaderregern ein. Die Ergebnisse bewährter Überwachungsverfahren zum rechtzeitigen Erkennen von Gradationen der nadelfressenden Insekten, der Holz- und Rindenbrüter sowie der im Wald schädigenden Mäuse werden erfasst und für Prognosestellungen ausgewertet. Das Erfassen und Auswerten aller Waldbrände des Landes sind ebenfalls Bestandteile des Meldedienstes. Monatlich wird für alle Waldbesitzer eine aktuelle Waldschutzinformation zum Gesundheitszustand des Gesamtwaldes in Mecklenburg-Vorpommern herausgegeben.


Zur Dokumentation von Vitalitätsveränderungen der Waldbäume infolge von klimatischen Einflüssen, Schäden durch Insekten/Pilze und Immissionen liefern die raum- und zeitbezogenen Erhebungen des Kronenzustandes wertvolle Informationen. Das Sachgebiet Waldschutz führt jährlich die Waldzustandserhebung (WZE) auf einem systematisch angelegten, repräsentativen Stichprobennetz durch. Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung werden jährlich im Waldzustandsbericht veröffentlicht. Die Waldzustandserfassung gehört zum forstlichen Umweltmonitoring und ist Bestandteil des "International Cooperative Programme on Assessment and Monitoring of Air Pollution Effects on Forests" (ICP-Forests ) der UNECE . Daten des Forstlichen Umweltmonitorings aus Mecklenburg-Vorpommern fließen in Bundes- und EU-Auswertungen ein. 


Zur Absicherung eines hohen wissenschaftlichen Leistungsstandards wird auf vertraglicher Basis mit dem Kompetenzzentrum Forst Eberswalde sowie mit dem Pflanzenschutzdienst Mecklenburg-Vorpommern als auch mit nationalen Fachgremien und anderen wissenschaftlichen Institutionen zusammengearbeitet. 
Ziel des Waldschutz ist Sicherung, Bewahrung und Mehrung stabiler, ertragsreicher Wälder in Mecklenburg-Vorpommern durch eine rechtzeitige, umweltschonende Schadensbegrenzung und vorbeugende oder überwiegend biologische Abwehrmaßnahmen.