Landeswaldschutzmeldestelle

Waldschutz-Merkblatt Nr. 17

Medizintechnikfirma feiert Jubiläum

Seidel: Cortronik leistet Pionierarbeit im medizin-technischen Bereich

Nr.344/08  | 21.11.2008  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus
Das medizin-technische Unternehmen, die Cortronik GmbH aus Warnemünde, feiert ihr 10jähriges Jubiläum. "Cortronik ist ein mittelständisches Unternehmen, das sich im internationalen Wettbewerb behauptet. Zehn Jahre nach der Gründung werden heute Spitzenprodukte aus Mecklenburg-Vorpommern weltweit erfolgreich am Markt platziert",  sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel am Freitag bei einer Mitarbeiterveranstaltung. Das Unternehmen hat sich vor allem mit der Herstellung von so genannten Stents, medizinische Gefäßstützen für das Herz-Kreislaufsystem, einen Namen gemacht.

 

Im Januar dieses Jahres ist das erste Verbundvorhaben der neuen Verbundforschungsförderung gestartet. Unter der Federführung der Universität Rostock und der Cortronik GmbH Warnemünde sowie in Kooperation mit der Universität Greifswald und dem Forschungszentrum Wismar e. V. werden neuartige Stents entwickelt, klinisch getestet und für die Produktion zum Vertrieb auf dem internationalen Markt vorbereitet. "Wenn wir jetzt den Transfer im Land ermöglichen, erhalten unsere Unternehmen das neueste Wissen aus unseren Hochschulen und Forschungsinstituten, davon werden auch einheimische Unternehmen profitieren", sagte Seidel.

 

Es ist notwendig, dass die Produkte in Mecklenburg-Vorpommern bis zur Marktreife erforscht und entwickelt werden. "Für die im Land geförderten Projekte gilt natürlich, dass die entwickelten Produkte zukünftig auch hier im Land produziert werden müssen. Ziel ist es, durch eine enge Verknüpfung der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potenziale im Land sowohl neue als auch dauerhafte hochwertige Arbeitsplätze im Nordosten zu etablieren. Cortronik ist hierfür ein gutes Beispiel", so Seidel weiter. In Warnemünde beschäftigt das Unternehmen inzwischen 100 Mitarbeiter. "Angesichts der alternden Bevölkerung ist die Implantatproduktion ein Wachstumsmarkt, weit über die Landesgrenzen hinaus. Hier leistet das Unternehmen Cortronik Pionierarbeit im medizin-technischen Bereich", sagte Seidel.

 

Das Wirtschaftsministerium unterstützt im Rahmen der EU-Richtlinie "Forschung, Entwicklung und Innovation" die Entwicklung innovativer Produkte in kleineren Unternehmen mit bis zu 50 Prozent. Im Verbund können die beteiligten Forschungseinrichtungen sogar mit bis zu 100 Prozent, kleine Betriebe mit bis zu 60 Prozent und große Firmen mit bis zu 45 Prozent gefördert werden. "Damit können die finanziellen Risiken von anspruchsvollen Entwicklungsvorhaben bei den Unternehmen verringert werden. Zukunftsorientierte Projekte lassen sich so leichter in Angriff nehmen. Der für die Zusammenarbeit oft hinderliche Grund, der hohe Eigenanteil von 50 Prozent, welcher vom Unternehmen für die Forschungseinrichtung aufgebracht werden musste, entfällt", sagte Seidel.

 

Von 2007 bis 2013 stehen aus den beiden großen EU-Strukturfonds EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und ESF (Europäischer Sozialfonds) 155 Millionen Euro für die Forschung und Entwicklung zur Verfügung.

 

Kurzer Abriss Firmengeschichte

Im Dezember 1998 wurde das medizin-technische Unternehmen CORTRONIK gegründet. Ein aus ursprünglich fünf Mitarbeitern bestehendes Arbeitsteam begann vor Ort mit der Entwicklung des Prozesses zur Lasermikrostrukturierung von Stents. Seit November 2000 befindet sich die CORTRONIK in der heutigen Betriebsstätte in der Friedrich-Barnewitz-Straße 4a.  Auf insgesamt 3.000 Quadratmetern Fläche wurden nach und nach Produktionsprozesse entwickelt und errichtet sowie Kapazitäten geschaffen, um zugleich Entwicklung und Forschung vor Ort zu etablieren. Somit wuchs das Unternehmen bis zum heutigen Tag auf eine Gesamtmitarbeiterzahl von mehr als 100 Personen.

 

Die Cortronik ist ein Tochterunternehmen der Biotronik GmbH Berlin. Biotronik ist eines der führenden europäischen Hersteller u. a. von Herzschrittmachern, die auf allen wichtigen Märkten der Welt präsent ist.

 

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Mitarbeiter der Landesforst MV vor Ort

Mitarbeiter der Landesforst MV vor Ort

Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Waldschutzmeldewesen mit den Bestandteilen Waldschutzmeldedienst, Waldschutzberatung, Überwachung von Schaderregern und des Waldzustands, Prognose und Abwehr von Schäden sowie eine praxisorientierte Waldschutzforschung. 


Der Waldschutzmeldedienst sichert eine aktuelle Übersicht zum forstsanitären Zustand der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern sowie die Herleitung von Prognosen zu Schadverläufen als Handlungsgrundlagen für Waldbesitzer und Forstbehörden. Die Beratung der Forst- / Nationalparkbehörden und Waldbesitzer schließt vor allem die Diagnose und die Abwehr von Schaderregern ein. Die Ergebnisse bewährter Überwachungsverfahren zum rechtzeitigen Erkennen von Gradationen der nadelfressenden Insekten, der Holz- und Rindenbrüter sowie der im Wald schädigenden Mäuse werden erfasst und für Prognosestellungen ausgewertet. Das Erfassen und Auswerten aller Waldbrände des Landes sind ebenfalls Bestandteile des Meldedienstes. Monatlich wird für alle Waldbesitzer eine aktuelle Waldschutzinformation zum Gesundheitszustand des Gesamtwaldes in Mecklenburg-Vorpommern herausgegeben.


Zur Dokumentation von Vitalitätsveränderungen der Waldbäume infolge von klimatischen Einflüssen, Schäden durch Insekten/Pilze und Immissionen liefern die raum- und zeitbezogenen Erhebungen des Kronenzustandes wertvolle Informationen. Das Sachgebiet Waldschutz führt jährlich die Waldzustandserhebung (WZE) auf einem systematisch angelegten, repräsentativen Stichprobennetz durch. Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung werden jährlich im Waldzustandsbericht veröffentlicht. Die Waldzustandserfassung gehört zum forstlichen Umweltmonitoring und ist Bestandteil des "International Cooperative Programme on Assessment and Monitoring of Air Pollution Effects on Forests" (ICP-Forests ) der UNECE . Daten des Forstlichen Umweltmonitorings aus Mecklenburg-Vorpommern fließen in Bundes- und EU-Auswertungen ein. 


Zur Absicherung eines hohen wissenschaftlichen Leistungsstandards wird auf vertraglicher Basis mit dem Kompetenzzentrum Forst Eberswalde sowie mit dem Pflanzenschutzdienst Mecklenburg-Vorpommern als auch mit nationalen Fachgremien und anderen wissenschaftlichen Institutionen zusammengearbeitet. 
Ziel des Waldschutz ist Sicherung, Bewahrung und Mehrung stabiler, ertragsreicher Wälder in Mecklenburg-Vorpommern durch eine rechtzeitige, umweltschonende Schadensbegrenzung und vorbeugende oder überwiegend biologische Abwehrmaßnahmen.