Landeswaldschutzmeldestelle

Waldschutzinformation 03/16

Veranstaltungszentrum "Luna" in<br />Ludwigsluster Kanalstraße wird saniert

Nr.352/08  | 28.11.2008  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung

In der kommenden Woche wird mit der Modernisierung und Instandsetzung des Veranstaltungszentrums "Luna" in der Kanalstraße 13 in Ludwigslust begonnen. Das denkmalgeschützte Gebäude mit seiner klassizistischen Fassade soll vollständig saniert werden. Das Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung unterstützt das Vorhaben in der Lindenstadt. Von den Gesamtkosten von 1,3 Millionen Euro werden mehr als 540.000 Euro im Rahmen der Städtebauförderung übernommen.

 

Zu den Bautätigkeiten zählen unter anderem der Abbruch sämtlicher Anbauten, die Sanierung des Kellers, in dem künftig die Haustechnik und Teile der Lüftungs- und Heizungsanlage untergebracht werden und der Umbau der Räumlichkeiten unter anderem auch des Saals. Weiterhin werden die Tragwerke des Haupthauses abgebrochen und neu errichtet. Teile des Daches werden erneuert und die Dämmung instand gesetzt. Der Vorbau am Hauptgebäude soll durch eine Stahl-Glaskonstruktion ersetzt werden. Auch die Außenanlagen sollen neu gestaltet werden.

 

Die Sanierung des Gebäudes ist nicht nur aus Gründen des Denkmalschutzes notwendig, sondern auch zur Wiederherstellung des Ortsbildes und der Architektur nach Johann-Georg Barca, einem Hofbaumeister in der mecklenburgischen Residenzstadt am Anfang des 19. Jahrhunderts. Mit der Modernisierung soll das kulturelle Leben für die Stadt und die Region erweitert und damit attraktiver werden. Nach der Sanierung sollen die Räumlichkeiten als Theater-, Lichtspiel- und Veranstaltungszentrum genutzt werden, wobei das bereits mehrfach ausgezeichnete Filmtheater fortgesetzt wird.

 

Die Stadt plant, den Umbau des Gebäudes zu dokumentieren. Zusammen mit geschichtlichen Ausführungen und kulturhistorischen Details des Kinos in Mecklenburg-Vorpommern sollen die Bauausführungen in einer Broschüre zusammengefasst werden.

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Mitarbeiter der Landesforst MV vor Ort

Mitarbeiter der Landesforst MV vor Ort

Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Waldschutzmeldewesen mit den Bestandteilen Waldschutzmeldedienst, Waldschutzberatung, Überwachung von Schaderregern und des Waldzustands, Prognose und Abwehr von Schäden sowie eine praxisorientierte Waldschutzforschung. 


Der Waldschutzmeldedienst sichert eine aktuelle Übersicht zum forstsanitären Zustand der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern sowie die Herleitung von Prognosen zu Schadverläufen als Handlungsgrundlagen für Waldbesitzer und Forstbehörden. Die Beratung der Forst- / Nationalparkbehörden und Waldbesitzer schließt vor allem die Diagnose und die Abwehr von Schaderregern ein. Die Ergebnisse bewährter Überwachungsverfahren zum rechtzeitigen Erkennen von Gradationen der nadelfressenden Insekten, der Holz- und Rindenbrüter sowie der im Wald schädigenden Mäuse werden erfasst und für Prognosestellungen ausgewertet. Das Erfassen und Auswerten aller Waldbrände des Landes sind ebenfalls Bestandteile des Meldedienstes. Monatlich wird für alle Waldbesitzer eine aktuelle Waldschutzinformation zum Gesundheitszustand des Gesamtwaldes in Mecklenburg-Vorpommern herausgegeben.


Zur Dokumentation von Vitalitätsveränderungen der Waldbäume infolge von klimatischen Einflüssen, Schäden durch Insekten/Pilze und Immissionen liefern die raum- und zeitbezogenen Erhebungen des Kronenzustandes wertvolle Informationen. Das Sachgebiet Waldschutz führt jährlich die Waldzustandserhebung (WZE) auf einem systematisch angelegten, repräsentativen Stichprobennetz durch. Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung werden jährlich im Waldzustandsbericht veröffentlicht. Die Waldzustandserfassung gehört zum forstlichen Umweltmonitoring und ist Bestandteil des "International Cooperative Programme on Assessment and Monitoring of Air Pollution Effects on Forests" (ICP-Forests ) der UNECE . Daten des Forstlichen Umweltmonitorings aus Mecklenburg-Vorpommern fließen in Bundes- und EU-Auswertungen ein. 


Zur Absicherung eines hohen wissenschaftlichen Leistungsstandards wird auf vertraglicher Basis mit dem Kompetenzzentrum Forst Eberswalde sowie mit dem Pflanzenschutzdienst Mecklenburg-Vorpommern als auch mit nationalen Fachgremien und anderen wissenschaftlichen Institutionen zusammengearbeitet. 
Ziel des Waldschutz ist Sicherung, Bewahrung und Mehrung stabiler, ertragsreicher Wälder in Mecklenburg-Vorpommern durch eine rechtzeitige, umweltschonende Schadensbegrenzung und vorbeugende oder überwiegend biologische Abwehrmaßnahmen.