Landeswaldschutzmeldestelle

Waldschutzinformation 05/16

Minister Backhaus: Land- und Ernährungswirtschaft ist eine der stabilsten Säulen der Wirtschaftskraft

Nr.04/09  | 07.01.2009  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

"Die aktuellen Wirtschaftsprognosen sagen ein düsteres Jahr 2009 voraus, eine Rezession und steigende Arbeitslosenzahlen werden erwartet. Für viele Wirtschaftsbereiche mag dies auch zutreffen. Für die Land- und Ernährungswirtschaft, für die Entwicklung im ländlichen Raum, aber auch für den Tourismus mag ich diese pessimistische Sichtweise so nicht teilen. Die Land- und Ernährungswirtschaft ist eine der stabilsten Säulen der Wirtschaftskraft unseres Landes. Das soll auch so bleiben. Und auch deshalb kommt einer attraktiven Präsentation auf der Internationalen Grünen Woche in diesem Jahr eine besondere Bedeutung zu." Dies sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute in Schwerin auf einer Pressekonferenz anlässlich der Teilnahme des Landes auf der diesjährigen Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin.

 

"Die aktuelle Entwicklung in der Ernährungsbranche stimmt zuversichtlich: Im I. bis III. Quartal 2008 konnten die Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe des Landes um 9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Das Ernährungsgewerbe erzielte insgesamt eine Umsatzsteigerung von 8 % (Umsatzanteil 34 %). In einigen Zweigen wie z. B. der  Fleischverarbeitung sowie in der Milchverarbeitung wurden sogar Umsatzsteigerungen von ca. 13 % erreicht.

Die Exportquote betrug in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres 26 %, wobei das Ernährungsgewerbe mit einer Quote von 7,7 % einen nicht unerheblichen Anteil hat.

Die Beschäftigtenentwicklung war im gleichen Zeitraum in allen Wirtschaftszweigen ansteigend. Im Ernährungsgewerbe nahm der Personalbestand um 2 % zu, darunter in der Fleischverarbeitung überdurchschnittlich um rund 8 %. Insgesamt sind im verarbeitenden Gewerbe des Landes 46.160 Menschen beschäftigt, davon im Ernährungsgewerbe 13.676 (statistisch erfasst werden nur Personen in Unternehmen > 50 Personen).

Ich gehe davon aus, dass Europa in einigen Jahren durchaus einen Großteil der Welt mit Nahrungsmitteln versorgen könnte. Das unterstreicht auch den hohen Stellenwert der Grünen Woche, der weltgrößten Ernährungsmesse, die immer auch ein Testmarkt für das Verbraucherverhalten ist."

 

Mecklenburg-Vorpommern sei vom 16. bis 25. Januar zum 18. Mal auf der IGW in Berlin dabei und begehe zudem ein kleines Jubiläum. "Zum 10. Mal präsentieren wir uns – neben dem Stand in der Halle 20 – in einer eigenen Länderhalle. Für unser Land bietet die Teilnahme an der weltgrößten Verbrauchermesse die Chance, sich national und international als attraktiver Standort der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu präsentieren. Berlin ist ein besonders wichtiger Zielmarkt für Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Wirtschaft des Landes ist in hohem Maße darauf angewiesen, sich Märkte außerhalb des eigenen Landes zu erschließen. Mit ihren hoffentlich wieder über 400.000 Besuchern in unserer Länderhalle ist die IGW 10 Tage  lang ein riesiger Testmarkt für Produkte, Marken und Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern", sagte Minister Backhaus.

 

Das Konzept einer eigenen Länderhalle habe sich als erfolgreich erwiesen. Die positive Resonanz und die große Nachfrage seitens der Aussteller hätten dazu geführt, dass die Fläche der Länderhalle von rund 1.000 Quadratmetern im Jahr 2000 auf 2.880 Quadratmetern in diesem Jahr gewachsen sei. Dem Prinzip, in der Halle 5.2b das Land MV im Kleinen abzubilden, sei man treu geblieben. So könnten sich die Besucher wie an der Küste, im Hafen, in der Weite der Seenlandschaft oder in einem Dorf fühlen. "Dieses unverwechselbare Ambiente, die Herzlichkeit der Aussteller und die familienfreundliche Atmosphäre haben dazu geführt, dass die Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern vom Publikum seit mehreren Jahren zur beliebtesten Länderhalle gewählt wurde."

 

70 Aussteller werden sich in der Länderhalle präsentieren, darunter auch neun Landkreise, die Branchen Gastronomie und Hotellerie sowie die Tourismuswirtschaft. 90 Prozent der Aussteller sind Stammgäste, teilte der Minister mit. Als Ausstellungsneulinge werden sich zum Beispiel die Konditorenklasse des Landes MV sowie der Erlebnis- und Tigerpark Dassow vorstellen.

 

Der Minister informierte weiterhin, dass elf Unternehmen Produktneuheiten zum Kosten und zum Kauf anbieten werden. So präsentiert die Denkmalsanlage Uhlenhof die "Urmecklenburger" Salami, der Canzower Straußenzüchter Harald Pfeiffer bietet als neues Erzeugnis eine Seife aus Straußenfett an, die Mecklenburger Landpute GmbH stellt die Puten-Paste Tomate Basilikum und eine neuartige Dauerwurst nur aus Putenfleisch vor.

 

Backhaus: "Wie Sie alle wissen, gilt das besondere Augenmerk in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr der Bundesgartenschau in Schwerin, die vom 23. April bis zum 11. Oktober ihre Tore öffnen wird. Folglich ist die BUGA umfangreich auf der Grünen Woche vertreten. Sie wird auf einen Besuch der vielfältigen Veranstaltungen und einzigartigen Ausstellungen in der Stadt der sieben Seen und der zahlreichen BUGA-Außenstandorte neugierig machen. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wird es erneut einen "Rastplatz Natur" geben, in dem sich die Besucher vom hektischen Messetreiben etwas erholen und bei Landschafts- und Tierpräsentationen aus MV entspannen können. Schwerpunkt der Darstellung ist diesmal der Seeadler."

Minister Backhaus teilte mit, dass Mecklenburg-Vorpommern auch in der Halle 20 wieder vertreten sein wird. Sechs bekannte Unternehmen der Ernährungswirtschaft (Mecklenburgische Brauerei Lübz, Fruchtquell Getränkeindustrie GmbH Dodow, Mecklenburger Obstbrand Gut Schwechow GmbH, Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH, Hansa Milch AG, Traditionsräucherei Lietzow) präsentieren sich auf der Gemeinschaftsschau, die unter dem Motto "Kulinarisches Deutschland" steht.

Die Eröffnung der Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern nimmt Minister Backhaus am Freitag, 16.1.2009 um 10.00 Uhr auf der Bühne 1 vor. Am 17.1.2009 findet zum siebten Mal der Ländertag MV statt, der in diesem Jahr von der Stadt Neubrandenburg gestaltet wird. Ministerpräsident Erwin Sellering wird um 11.00 Uhr den Tag eröffnen.

Auch in diesem Jahr wird es wieder auf zwei Bühnen ein buntes und abwechslungsreiches Programm geben. Fast alle Landkreise beteiligen sich daran mit Künstlern aus der Region.

Und wie jedes Jahr findet täglich in der Zeit zwischen 13.00 und 14.00 Uhr wieder das beliebte Schaukochen des Hotel- und Gaststättenverbandes Mecklenburg-Vorpommern mit regionalen Produkten statt.

Die lange Grüne-Woche-Nacht am Freitag, 23.1., wird die "Goombay Dance Band" mit Oliver Bendt bestreiten.

Landwirtschaftsminister Backhaus informierte darüber, dass er am Rande der IGW mit der niederländischen Landwirtschaftsministerin Gerda Verburg ein Gespräch zur Pflege und zum Ausbau der Beziehungen führen wird. Die Niederlande – nach den USA der weltweit zweitgrößte Exporteur landwirtschaftlicher Erzeugnisse – seien das diesjährige Partnerland der IGW.

In der Pressekonferenz stellte Minister Backhaus die Broschüre "10 Jahre Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern" vor, die vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz herausgegeben wurde. Sie enthält neben Details zum Rahmenprogramm viele interessante Informationen zur Länderhalle und es kommen langjährige Aussteller und Wegbegleiter auf der IGW zu Wort.

"10 Jahre Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern – dies ist für mich eine Erfolgsgeschichte. Und ich bin sicher, dass wir sie gemeinsam mit allen Ausstellern in diesem Jahr fortschreiben werden", sagte Minister Backhaus zum Abschluss der Pressekonferenz.

 

Weitere Informationen:

Die IGW findet in diesem Jahr zum 74. Mal statt. Die Ausstellungsfläche beträgt 11,5 Hektar. Rund 1.600 Aussteller aus 52 Ländern haben gemeldet. Mit mehr als 100.000 Spezialitäten aus aller Welt wird zehn Tage lang das vielfältigste Nahrungsmittelangebot der Welt präsentiert. Neben einer Fülle landestypischer Produkte aus allen Kontinenten und aus 14 deutschen Bundesländern laden die Produktmärkte mit Fleisch und Wurst, Seafood, Wein und Sekt, Saft und Bier, mit Kräutern, Gewürzen und Tee sowie der ganzen Bandbreite von Bioprodukten zum Entdecken, Probieren und Genießen ein.

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Mitarbeiter der Landesforst MV vor Ort

Mitarbeiter der Landesforst MV vor Ort

Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Waldschutzmeldewesen mit den Bestandteilen Waldschutzmeldedienst, Waldschutzberatung, Überwachung von Schaderregern und des Waldzustands, Prognose und Abwehr von Schäden sowie eine praxisorientierte Waldschutzforschung. 


Der Waldschutzmeldedienst sichert eine aktuelle Übersicht zum forstsanitären Zustand der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern sowie die Herleitung von Prognosen zu Schadverläufen als Handlungsgrundlagen für Waldbesitzer und Forstbehörden. Die Beratung der Forst- / Nationalparkbehörden und Waldbesitzer schließt vor allem die Diagnose und die Abwehr von Schaderregern ein. Die Ergebnisse bewährter Überwachungsverfahren zum rechtzeitigen Erkennen von Gradationen der nadelfressenden Insekten, der Holz- und Rindenbrüter sowie der im Wald schädigenden Mäuse werden erfasst und für Prognosestellungen ausgewertet. Das Erfassen und Auswerten aller Waldbrände des Landes sind ebenfalls Bestandteile des Meldedienstes. Monatlich wird für alle Waldbesitzer eine aktuelle Waldschutzinformation zum Gesundheitszustand des Gesamtwaldes in Mecklenburg-Vorpommern herausgegeben.


Zur Dokumentation von Vitalitätsveränderungen der Waldbäume infolge von klimatischen Einflüssen, Schäden durch Insekten/Pilze und Immissionen liefern die raum- und zeitbezogenen Erhebungen des Kronenzustandes wertvolle Informationen. Das Sachgebiet Waldschutz führt jährlich die Waldzustandserhebung (WZE) auf einem systematisch angelegten, repräsentativen Stichprobennetz durch. Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung werden jährlich im Waldzustandsbericht veröffentlicht. Die Waldzustandserfassung gehört zum forstlichen Umweltmonitoring und ist Bestandteil des "International Cooperative Programme on Assessment and Monitoring of Air Pollution Effects on Forests" (ICP-Forests ) der UNECE . Daten des Forstlichen Umweltmonitorings aus Mecklenburg-Vorpommern fließen in Bundes- und EU-Auswertungen ein. 


Zur Absicherung eines hohen wissenschaftlichen Leistungsstandards wird auf vertraglicher Basis mit dem Kompetenzzentrum Forst Eberswalde sowie mit dem Pflanzenschutzdienst Mecklenburg-Vorpommern als auch mit nationalen Fachgremien und anderen wissenschaftlichen Institutionen zusammengearbeitet. 
Ziel des Waldschutz ist Sicherung, Bewahrung und Mehrung stabiler, ertragsreicher Wälder in Mecklenburg-Vorpommern durch eine rechtzeitige, umweltschonende Schadensbegrenzung und vorbeugende oder überwiegend biologische Abwehrmaßnahmen.