Landeswaldschutzmeldestelle

Waldschutzinformation 07/16

Kultusminister Tesch bekräftigt grundlegende Abkehr von bisherigen Provisorien

Nr.044-09  | 17.03.2009  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Nach seinem Amtsantritt 2006 hat Kultusminister Henry Tesch die politische Vorgabe gesetzt, dass eine grundlegende Abkehr von allen bisherigen Provisorien bei der Pflege des Kulturerbes erreicht wird.

Unter dieser Vorgabe ist ein Aktionsplan erarbeitet worden, der als Standortentwicklungskonzept für das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege (LAKD) vorliegt.

Dabei sind ausgehend von der Vielzahl der Standorte des LAKD, das allein über ca. 500.000 archäologische Fundstücke an 15 verschiedenen Standorten verfügt, bei denen die Unterbringungsbedingungen noch unzureichend sind,

•         an allen Standorten die konkreten Bedingungen analysiert worden,

•         die Fachbedarfe unter Einbeziehung aller Abteilungen detailliert unter Beachtung des Grundsatzes der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit definiert,

•         in enger Abstimmung mit dem BBL quantifiziert und

•         durch einen eigens dafür vom BBL eingesetzten Architekten wiederum in enger Abstimmung mit dem LAKD und dessen Fachabteilungen in ein präzises Unterbringungskonzept

•         einschließlich notwendiger Baumaßnahmen, zeitlichem Ablauf und Mittelbedarfen für Interimsunterbringungen, Umzüge und notwendigen Anmietungen zusammengefasst worden.

Das Ganze wurde untersetzt durch einen Variantenvergleich und im April 2007 dem Verkehrsministerium mit der vom Bildungsministerium präferierten Optimalvariante LAKD mit kompletter Neubauverortung Stellingstraße inklusive Abbruch Remise, ohne Aufgabe Domhof und Nexö-Platz Greifswald als Entscheidungsunterlage Bau vorgelegt. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf etwa 35 Mio €. Im Entwurf des Haushaltes 2010/11 sind für einen Beginn der Maßnahme in der Stellingstraße Mittel vorgesehen.

Nach einer Realisierung dieses Konzeptes können die Aufgaben des Landesamtes ordnungsgemäß wahrgenommen werden.

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Mitarbeiter der Landesforst MV vor Ort

Mitarbeiter der Landesforst MV vor Ort

Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Waldschutzmeldewesen mit den Bestandteilen Waldschutzmeldedienst, Waldschutzberatung, Überwachung von Schaderregern und des Waldzustands, Prognose und Abwehr von Schäden sowie eine praxisorientierte Waldschutzforschung. 


Der Waldschutzmeldedienst sichert eine aktuelle Übersicht zum forstsanitären Zustand der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern sowie die Herleitung von Prognosen zu Schadverläufen als Handlungsgrundlagen für Waldbesitzer und Forstbehörden. Die Beratung der Forst- / Nationalparkbehörden und Waldbesitzer schließt vor allem die Diagnose und die Abwehr von Schaderregern ein. Die Ergebnisse bewährter Überwachungsverfahren zum rechtzeitigen Erkennen von Gradationen der nadelfressenden Insekten, der Holz- und Rindenbrüter sowie der im Wald schädigenden Mäuse werden erfasst und für Prognosestellungen ausgewertet. Das Erfassen und Auswerten aller Waldbrände des Landes sind ebenfalls Bestandteile des Meldedienstes. Monatlich wird für alle Waldbesitzer eine aktuelle Waldschutzinformation zum Gesundheitszustand des Gesamtwaldes in Mecklenburg-Vorpommern herausgegeben.


Zur Dokumentation von Vitalitätsveränderungen der Waldbäume infolge von klimatischen Einflüssen, Schäden durch Insekten/Pilze und Immissionen liefern die raum- und zeitbezogenen Erhebungen des Kronenzustandes wertvolle Informationen. Das Sachgebiet Waldschutz führt jährlich die Waldzustandserhebung (WZE) auf einem systematisch angelegten, repräsentativen Stichprobennetz durch. Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung werden jährlich im Waldzustandsbericht veröffentlicht. Die Waldzustandserfassung gehört zum forstlichen Umweltmonitoring und ist Bestandteil des "International Cooperative Programme on Assessment and Monitoring of Air Pollution Effects on Forests" (ICP-Forests ) der UNECE . Daten des Forstlichen Umweltmonitorings aus Mecklenburg-Vorpommern fließen in Bundes- und EU-Auswertungen ein. 


Zur Absicherung eines hohen wissenschaftlichen Leistungsstandards wird auf vertraglicher Basis mit dem Kompetenzzentrum Forst Eberswalde sowie mit dem Pflanzenschutzdienst Mecklenburg-Vorpommern als auch mit nationalen Fachgremien und anderen wissenschaftlichen Institutionen zusammengearbeitet. 
Ziel des Waldschutz ist Sicherung, Bewahrung und Mehrung stabiler, ertragsreicher Wälder in Mecklenburg-Vorpommern durch eine rechtzeitige, umweltschonende Schadensbegrenzung und vorbeugende oder überwiegend biologische Abwehrmaßnahmen.