Auswirkungen der Extremwitterung: Die Buche in M-V leidet

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Die Buche verfärbte frühzeitig.
Die Buche verfärbte frühzeitig.
Die Buche verfärbte frühzeitig.
Nr.2019/10-2  | 28.10.2019  | Wald-MV  | Wald M-V

Niederschlag, Sturm, Dürre und Hitze. Die extremen Wetterereignisse der vergangenen Jahre haben auch in den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns deutliche Spuren hinterlassen. Rund 3.200 Hektar Buchenwald sind hierzulande stark geschädigt. Die Schwächung der Waldbestände begünstigt unter anderem die massenhafte Vermehrung von biotischen Schaderregern, wie zum Beispiel Borkenkäferarten.

„Neben der Fichte, hat es hierzulande vor allem die Rotbuche hart getroffen", erklärte der zuständige Forstminister Dr. Till Backhaus. Die langanhaltende Trockenheit in 2018 verbunden mit einer starken Fruktifikation in diesem Jahr hätten vielerorts zu einer frühzeitigen Verfärbung und einem frühzeitigen Abwurf von Laub und Bucheckern geführt. Stark geschädigte Bäume zeigten zudem trockene Äste und abgestorbene Bereiche der Krone. Die erhöhten Niederschläge der vergangenen Wochen würden aufgrund der im Herbst ohnehin bereits eingeschränkten Wasserleitfähigkeit innerhalb des Baumes nur bedingt zur Entspannung beitragen.

„Während die Auswirkungen der Dürre noch über mehrere Jahre auf die Buche nachwirken und das gesamte Schadausmaß ungewiss ist, sind bereits in diesem Jahr vielfach abgestorbene Bäume zu finden. Neben den direkten Auswirkungen des Wasserdefizites, beeinträchtigt der vermehrte Schädlingsbefall die Regenerationsfähigkeit der Bäume", sagte Backhaus weiter.

Absterbende Buchen stellen aufgrund herabfallender Äste und Kronenteile eine erhöhte Gefahr für Waldbesucher dar. „Ich bitte Waldbesucher daher, beim Betreten älterer Buchenwälder besonders vorsichtig und wachsam zu sein", mahnte der Minister. Während in vielen Beständen unter den geschädigten Buchen bereits eine neue Generation durch natürliche Verjüngung entstanden sei, sind in anderen Bereichen Pflanzmaßnahmen vorgesehen, die zur Baumartenvielfalt und Durchmischung der Wälder von morgen beitragen sollen.

Der Vorstand der Landesforstanstalt M-V, Herr Baum, empfiehlt hierzu betroffenen Waldbesitzern, die kostenfreie fachliche Beratung der Forstämter in Anspruch zu nehmen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesforstanstalt informieren auch über finanzielle Fördermöglichkeiten des Landes zum Waldschutz und ökologischen Waldumbau.