Trüffel aus Mecklenburg-Vorpommern

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An den Wurzeln der Bäume wachsen die Trüffel
An den Wurzeln der Bäume wachsen die Trüffel
An den Wurzeln der Bäume wachsen die Trüffel
Nr.2019/11-1  | 20.11.2019  | Wald-MV  | Wald M-V

Nur wenige wissen, dass das Trüffeln auch in Deutschland eine lange Geschichte hat. Bereits im 18 Jahrhundert wurden die Pilze gerne gegessen und es gab erste Versuche den Pilz künstlich anzubauen. Während in Russland Bären und in Frankreich Schweine beim Suchen der Trüffel halfen, waren in Italien und Deutschland Hunde das Mittel der Wahl. In den Jahren des zweiten Weltkrieges geriet das Trüffeln in Deutschland in Vergessenheit. Heute gehören die Trüffel zu den geschützten Arten und es ist untersagt sie in der freien Natur auszugraben.

 

Um die vergessene Tradition des Trüffelanbaus in Deutschland wieder aufleben zu lassen, hat das Kompetenzzentrum für forstliche Nebennutzung (KfN) der Landesforst MV -AöR- in diesem Jahr mit einem Anbauversuch des Burgundertrüffels begonnen.

Am Mittwoch, den 20. November 2019 werden 100 Haselnusssträucher, deren Wurzeln mit Pilzmykorrhiza beimpft wurden in der Landesforst eigenen Baumschule gepflanzt. Die Pflanzflächen wurden für den Anbau der Trüffel mit Kalkschotter speziell vorbereitet. Da der Pilz zum Ausbilden seiner Fruchtkörper viel Feuchtigkeit benötigt werden die Flächen im Frühjahr mit Stroh und Hackschnitzel abgedeckt. Mit einer ersten Ernte rechnen die Mitarbeiter des KfN in drei bis fünf Jahren.