Moorschutz im Wald

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Waldmoor im Nebel
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Waldmoor im Nebel
Nr.2020/08-1  | 07.08.2020  | Wald-MV  | Wald M-V

Moorschutz der Landesforst MV – aktiver Einsatz gegen den Klimawandel

Rund 74.000 Hektar der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern sind Moore, ca. 30 Prozent hiervon sind noch natürlich intakt, das heißt nicht oder nur gering entwässert. Die Landesforst MV hat seit dem Jahr 2011 mehr als 700 Hektar Waldmoore wiedervernässt.

 

Waldmoore - feucht-kühle, sonnendurchflutete Waldstücke, eingerahmt von seltenen Libellen- und Schmetterlingsarten und Pflanzen wie Sonnentau und Moosbeeren. So idyllisch sieht es in vielen Waldmooren aus. Etwa 14 Prozent der Waldfläche Mecklenburg-Vorpommerns sind Moore, also organische Nassstandorte. 70 Prozent dieser einzigartigen Ökosysteme wurden aus unterschiedlichen Gründen in vergangenen Jahrzehnten entwässert – trockengelegt – , was sie in ihrer natürlichen Funktion stark einschränkt und letzten Endes zerstört.

Bei Wasserverlust gelangt die organische Torfschicht an Sauerstoff, die Mineralisierung setzt ein und der Torf zersetzt sich. Hierbei kommt es zur Freisetzung großer Mengen Klimagase, hauptsächlich CO2 und Lachgas (N2O). Alle entwässerten Moore in Mecklenburg-Vorpommern setzen jährlich über 6 Millionen Tonnen CO2 frei. Waldmoore haben hiervon einen Anteil von etwa 520.000 Tonnen.

Der Minister für Landwirtschaft und Umweltschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat bereits im Jahr 2000 ein Moorschutzkonzept für das Land in Kraft gesetzt, das 2009 fortgeschrieben wurde. Auf dieser Grundlage wurden durch die Landesforst MV in den vergangenen 10 Jahren rd. 700 Hektar Waldmoore wiedervernässt. Rd. 500 Hektar konnten dabei über EU-Fördermittel umgesetzt werden und ca. 200 Hektar wurden über Kompensationsmaßnahmen realisiert.

Es ist geplant, in den kommenden Jahren weitere Waldmoore zu renaturieren. Der Vorstand der Landesforst MV empfiehlt auch privaten und kommunalen Waldbesitzern, die Möglichkeiten der Förderung und Unterstützung durch das Land zu nutzen – jeder Hektar zählt für den Klima- und Artenschutz, aber auch für die Wasserversorgung der Waldes, gerade in Trockenjahren.