„Heilige Hallen“ – Zustand bessert sich

Nr.17112020  | 17.11.2020  | Wald-MV  | Wald M-V

Aktuelle Bewertungen der Landesforst MV zeigen, dass sich die Vitalität der geschützten „Heiligen Hallen“ im Forstamt Lüttenhagen und auch der waldbewirtschafteten Flächen rundherum durch die erhöhte Niederschlagsverzeichnung in 2020 gleichermaßen gebessert hat.

Im Forstamt Lüttenhagen liegen die sogenannten „Heiligen Hallen“ - ein alter Buchenwald, von dem Großherzog Georg von Mecklenburg-Strelitz im Jahr 1850 so beeindruckt war, dass er ihn unter Schutz stellte. Auch die Landesforstverwaltung war und ist dies, daher hat sie bereits vor 22 Jahren die Fläche des alten Schutzgebietes annähernd verdoppelt und mit einem Naturwaldreservat ergänzt. In dieser Zeit hat die Landesforst MV diesen Wald behütet, gepflegt und vom Holzeinschlag ausgeklammert. Während absterbende Altbuchen in den umliegenden Wäldern beschleunigt genutzt wurden, blieben die „Heiligen Hallen“ unangetastet.

Stattdessen wurden Untersuchungen durchgeführt, um die natürliche Entwicklung von Wäldern ohne Holznutzung zu erforschen. So konnten 2019, durch die allgemein prekärer werdenden Auswirkungen des Klimawandels, auch in den „Heiligen Hallen“ zunehmende Trockenschäden festgestellt werden. Interessant dabei: Es bestand kein Unterschied zur Vitalität der bewirtschafteten Flächen. Umso erfreulicher ist daher, dass sich in diesem Jahr - mit etwas höheren Niederschlägen als 2019 – der Zustand der Altbuchen vor Ort zwar nicht vollständig revitalisiert, aber erheblich gebessert hat. Diese Entwicklung wirkt sich auch positiv auf den guten Erhaltungszustand des FFH Gebietes aus, das durch Buchenlebensräume geprägt ist.
Heute sind großflächig junge und mittelalte Buchenbestände im Waldgebiet bei Lüttenhagen zu finden, die immer noch von gut erhaltenen einzelnen Altbuchen überschirmt werden. Es lohnt ein Spaziergang, um sich selbst ein Bild zu machen.

Ansprechpartner:
Wolfram Lindenkreuz
Tel.: 03994/235 220
Email: wolfram.lindenkreuz@lfoa-mv.de