Schutz vor Waldschäden

Risiken minimieren und die Waldgesundheit fördern!
Wälder sind durch verschiedene biotische Erreger (Tiere, Pflanzen, Pilze), witterungsbedingte Ereignisse (Sturm, Trockenheit, Frost, Niederschlagsextreme) sowie weitere Faktoren (Feuer, Luftschadstoffe, etc.) gefährdet. Der Schutz vor diesen Gefahren ist die Voraussetzung für gesunde, stabile sowie arten- und ertragreiche Wälder
Das Waldschutzmeldewesen garantiert mit seinem Waldschutzmeldedienst durch kontinuierliche Überwachung der wichtigsten tierischen, pflanzlichen und pilzlichen (biotischen) Schaderreger sowie der witterungsbedingten (abiotischen) Schadereignisse eine stets aktuelle Übersicht über den forstsanitären Zustand der Wälder. Die hierbei im Jahresverlauf in den zehn Meldezeiträumen über alle Waldeigentumsarten hinweg erhobenen Daten werden in der Landeswaldschutzmeldestelle ausgewertet und sind die Grundlage für die monatlich erscheinenden Waldschutz-Informationen, die allen Waldbesitzern und Forstbehörden zur Verfügung stehen. Sie sind zudem die Grundlage für rechtzeitige Prognosen zu Schadverläufen sowie für notwendige Vorbeugungs- und Abwehrmaßnahmen. Werden im Zuge der Überwachung schwer bestimmbare Schäden festgestellt, so stehen die Mitarbeiter der Landeswaldschutzmeldestelle für eine umfassende Diagnose vor Ort zur Verfügung. In enger Kooperation kann in besonders schwierigen oder komplexen Fällen auch auf die fachliche Unterstützung des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde zurückgegriffen werden. Die Beratung der Waldbesitzer sowie der Forstbehörden in allen Fragen des Waldschutzes ist die wichtigste Dienstleistung der Landeswaldschutzmeldestelle.
Weiterführende Untersuchungen, z. B. zum Eschentriebsterben sowie zum Gesundheitszustand der Eichen, werden im Zuge des wissenschaftlichen Schadmonitorings auf speziellen Dauerbeobachtungsflächen durchgeführt. Solche Flächen dienen auch der Beobachtung von physiologischen Veränderungen in Wäldern aufgrund sich ändernder klimatischer Bedingungen. Von immer größerer Bedeutung ist zudem die Überwachung neuer, eingewanderter oder eingeschleppter Schadorganismen, sogenannter Quarantäneschädlinge. Insbesondere das Quarantäneschädlingsmonitoring erfolgt in enger Abstimmung mit allen zuständigen Ämtern im Land. Damit die Überwachung der Schaderreger immer dem Stand der Zeit entspricht, werden in Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen im Bundesgebiet neue Fallen und Fangsysteme erprobt.
