FraxForFuture2

header
Forschung

FraxForFuture 2

Erhalt und Wiedereinbringung der Gemeinen Esche

Im Oktober 2025 startete das FNR-Projekt „FraxForFuture 2“ (Synonym: FraxRecovery).  Anknüpfend an die vorangegangene Eschenforschung der Landesforstanstalt und ihre Beteiligung an diversen Projekten wird in Mecklenburg-Vorpommern zukünftig das Teilvorhaben 5 bearbeitet. Als deutschlandweites Verbundvorhaben dient es dem Erhalt und der Wiedereinbringung der Gemeinen Esche. Gefördert wird das Projekt durch die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
Die Landesforstanstalt ist an zwei Teilvorhaben beteiligt. Ziel des ersten Teilvorhabens ist es, auf dafür angelegten Plantagen durch Kreuzung ausgewählter widerstandsfähiger Elternbäume Saatgut für die Erzeugung von Eschen zu produzieren, die gegen das Eschentriebsterben weniger anfällig sind.  Ziel des zweiten Teilvorhabens ist die Erhaltung der Baumart durch Steuerung der natürlichen Verjüngung im Wald. 

Esche

Vorgeschichte

Bis zum Auftreten des Eschentriebsterbens war die Gemeine Esche eine bedeutsame Baumart in Mecklenburg-Vorpommern. Insbesondere auf den zahlreichen Nassstandorten ist mit dem Auftreten des invasiven Erregers eine waldbaulich bedeutsame Baumart verschwunden. Die Landesforstanstalt MV befasst sich seit 2016 mit Züchtungsinitiativen zu widerstandsfähigen Eschen. Es fand eine Auswahl von vitalen Eschen, den sogenannten Plusbäumen, statt. Aus Klonen dieser Bäume konnte im Forstamt Stavenhagen eine potentiell widerstandsfähige Saatgutplantage angelegt werden. Im Forstamt Schuenhagen entstand aus den Absaaten der vitalsten Eschen eine Nachkommenschaftsprüfung.

Esche

Projektvorhaben

Im Verlauf von FraxForFuture 2 werden die Arbeiten des Vorgänger-Projekts „ResEsche“ fortgeführt. Hierfür erfolgt die Aufnahme der Plusbäume im Rahmen einer Wiederholungsbonitur, um deren Vitalitätsentwicklung zu überprüfen und Rückschlüsse auf ihre Widerstandsfähigkeit zu ziehen. Die Klone der Saatgutplantage werden erneut vegetativ vermehrt und zur Prüfung der Widerstandsfähigkeit in den Wald gepflanzt. Die Erkenntnisse über das Abschneiden in der Klonprüfung bilden die Grundlage für die spätere Anerkennung als Saatgutplantage. Darüber hinaus wird die Entwicklung des Infektionsgeschehens auf der Nachkommenschaftsprüfung begleitet. Nach mehreren Jahren des Infektionsdrucks setzen sich die vitalsten Individuen durch. Diese gilt es zu identifizieren und Parallelen zur Vitalität der Mutterbäumen zu finden. 

2027 startet der waldbauliche Teil des Projekts. Hierfür werden Eschen in drei Naturwaldreservaten inventarisiert. Der besondere Fokus liegt hierbei auf der auch weiterhin aufkommenden Eschen-Naturverjüngung. Über die Erfassung verschiedener Parameter soll geklärt werden, welche Voraussetzungen nötig sind, um diese zu erhalten und zu fördern. Gleichzeitig wird über genetische Analysen die Abstammung und damit ein möglicher genetischer Flaschenhals geprüft. Am Ende sollen die Ergebnisse dazu dienen, bestehende Behandlungsempfehlungen zu evaluieren. 

Förderung: Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat im Rahmen des Förderprogramms „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“ gefördert. Die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) nimmt die Rolle des Projektträgers ein.

Kooperationspartner:

  • Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt
  • Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Thünen-Institut für Forstgenetik 
  • Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V.
  • Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
  • Universität Kassel
  • Universität Hohenheim
  • Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde

Laufzeit: 1.10.2025- 30.09.2028

logos gefördert durch

Kontakt

Leiter des Sachgebietes Waldbau und Waldwachstum
Dr. Eric Thurm
Telefon: 0385 / 6700 - 141
wissenschaftlicher Mitarbeiter im FNR-Forschungsprojekt „Erhalt und Wiedereinbringung der Gemeinen Esche; Teilvorhaben 5: Entwicklung resistenter Eschen (FraxForFuture 2)“
Helge Springer
Telefon: 0385/ 6700 – 166
Leiterin des Sachgebietes Waldgenerhaltung und Waldnaturschutz
Susanne Poeppel
Telefon: 03994 / 235 - 207