Waldbrandschutzprojekt THOR
Waldbrandschutz in der Praxis
Aufgrund der Auswirkungen des veränderten Klimas, der vielfältig strapazierten Wälder, des demografischen Wandels sowie des technischen Fortschritts ist eine aktuelle Betrachtung des Waldbrandschutzes erforderlich. Der Waldbrandschutz lässt sich dabei in die Bereiche Waldbrandprävention, Waldbrandbekämpfung und Waldbrandnachsorge unterteilen.
Im Rahmen des Waldbrandschutzprojekts THOR war das vorrangige Projektziel des Teilvorhabens 1, das im Forstamt Kaliß angesiedelt war, die Entwicklung von Präventions- und Nachsorgestrategien zum Schutz der Wälder vor Bränden. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Waldbrandschutzmaßnahmen praktisch erprobt, um so fundierte Handlungsempfehlungen für die Forstpraxis ableiten und in Form von Leitfäden aufbereiten zu können.
Infos & Downloads
Eine wesentliche Säule der Forschungsarbeit von THOR ist der Wissenstransfer. Dieser hat zum Ziel, vorhandenes Wissen zu erfassen, Wissenslücken zu identifizieren und neue Ansätze zu evaluieren. Neben der Aufbereitung von Fachliteratur in Form von Leitfäden obliegt es THOR auch, durch waldpädagogische Informationsunterlagen sowie die Durchführung und Teilnahme an Veranstaltungen über Waldbrandschutz aufzuklären. Diese Aktionen und Materialien richten sich sowohl an das Fachpublikum als auch an eine breite Öffentlichkeit. Die zielgruppenorientierten Wissenssammlungen können nachfolgend jeweils als PDF heruntergeladen werden
| Bezeichnung | Format | Größe |
|---|---|---|
| Leitfaden Waldbauliche Waldbrandprävention | 41,86 MB | |
| Poster Waldbrandriegel | 0,65 MB | |
| nfografik Waldbrandursachen in Deutschland.pdf | 1,02 MB | |
| Checkliste zur Anlage eines Waldbrandriegels | 0,91 MB |
| Bezeichnung | Format | Größe |
|---|---|---|
| Leitfaden Technische Waldbrandprävention | 55,76 MB | |
| Infografik Licht- und Löschraumprofil | 0,36 MB |
| Bezeichnung | Format | Größe |
|---|---|---|
| Leitfaden Waldbrandnachsorge | 37,3 MB | |
| Checkliste Waldbrandnachsorge | 1,8 MB | |
| Übersicht Handtools | 1,17 MB |
| Bezeichnung | Format | Größe |
|---|---|---|
| Entscheidungshilfe Waldbrandprävention bei Kampfmittelbelastung | 0,4 MB |
| Bezeichnung | Format | Größe |
|---|
| Bezeichnung | Format | Größe |
|---|---|---|
| Ausgabe 1, Februar 2021.pdf | 0,35 MB | |
| Ausgabe 2, Juni 2021 | 0,39 MB | |
| Ausgabe 3, Oktober 2021 | 0,54 MB | |
| Ausgabe 1, Juli 2022 | 0,92 MB | |
| Ausgabe 2, Dezember 2022 | 0,71 MB | |
| Ausgabe 1, Februar 2024 | 1,29 MB |
| Bezeichnung | Format | Größe |
|---|---|---|
| THOR Poster Projektvorstellung LAY 2025 | 0,36 MB | |
| Projekt THOR_ A0_Waldbrandschutz – Präventionsmaßnahmen | 0,37 MB | |
| Poster_Maßnahmen zur KM-Räumung auf Waldflächen | 1,77 MB | |
| Standards WBEK MV Stand 030823 | 0,24 MB | |
| BMEL WBEK MV Bundesanzeiger 15032024 | 0,93 MB |
Das FNR-Förderprojekt THOR
Das Verbundvorhaben THOR „Erarbeitung, Optimierung und Umsetzung von Präventions- und Nachsorgestrategien zum Schutz der Wälder gegen Waldbrände sowie zielgruppenspezifischer Wissenstransfer für eine praxisbezogene Umsetzung“ besteht aus zwei Teilprojekten, die bei der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern und an der TU Dresden bearbeitet werden. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz über den Waldklimafonds bei der FNR (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.) über den Zeitraum von fünf Jahren (1. Mai 2020 bis 31. Dezember 2025). Zum FNR-Projektverzeichnis THOR Das Teilvorhaben 1 „Vorbeugender Waldbrandschutz, Waldbrandnachsorge und Wissenstransfer in der praktischen Anwendung“ wird am Forstamt Kaliß umgesetzt und gliedert sich in fünf Arbeitspakete:
- Waldbrandprävention
- Waldbrandnachsorge
- Waldbrandschutz auf munitionsbelasteten Waldflächen
- Kontrolliertes Feuereinsatz für Natur- und Landschaftsschutzzwecke
- Wissenstransfer
Der Wissensstand zur Waldbrandprävention und Waldbrandnachsorge ist oft veraltet oder bereits verschwunden. Die Sicherung und Bündelung des vorhandenen Wissens werden im Projekt durchgeführt. Ein bundesweiter Vergleich aller bisherigen Maßnahmen, Regelungen, Instrumente und Programme zur Vorbeugung und Nachsorge bei Waldbränden wird erfolgen. Die gesammelten Erkenntnisse werden auf heutige und zukünftige Praxistauglichkeit geprüft und anschließend als Leitfäden zielgruppenspezifisch aufbereitet. Aufgrund der teilweise stark munitionsbelasteten Waldflächen in Mecklenburg-Vorpommern soll der Einfluss von Munition auf Waldbrände mit der Einbindung von Spezialisten dieses Themenbereichs analysiert werden. Für bundesweit verfügbare Maschinen, die unter den Begriff „geschützte Forsttechnik“ fallen, werden Einsatzmöglichkeiten am Forstamt Kaliß im Projektzentrum für Waldbrandschutz erprobt. Für alle weiteren waldbrandgefährdeten Flächen werden ebenfalls neue Optionen zum Waldbrandschutz betrachtet. Das kontrollierte Brennen ist als Verfahren für Natur- und Waldbrandschutzzwecke zu nennen. Eine Studie soll die künftige Anwendbarkeit dieses Verfahrens in Deutschland kritisch hinterfragen und auf Grundlage von messbaren Werten beurteilen. Da Waldbrände zu 95% durch menschliches Handeln verursacht werden, ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit dringend erforderlich. Durch gezielte waldpädagogische Angebote, Schulungsmaterialien und Nutzung verschiedener zeitgemäßer Medien wird dieses Ziel erreichbar. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt bei der Einbindung aller relevanten Akteure (Forstwirtschaft, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Munitionsbergungsdienst, Naturschutz und viele andere) in das Projektgeschehen. Ohne die Verzahnung und Kommunikation aller Beteiligten ist ein effektiver Waldbrandschutz nur erschwert umsetzbar. Unten finden Sie die Telefonnummer und Emailadresse des THOR-Büros im Forstamt Kaliß sowie die der direkten Ansprechpartner bzw. Projektbearbeiter für das Teilvorhaben 1!
Die Koordination des Verbundprojekts liegt bei Frau Dr. Ursula Rüping (Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern). Das Teilvorhaben 2 wird am Institut für Waldbau und Waldschutz an der TU Dresden bearbeitet. Die Leitung übernimmt Herr Prof. Dr. Micheal Müller.

Förderung: Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) über den Waldklimafonds bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gefördert.
Förderkennzeichen: 2219WK58A2
Kooperationspartner: Technische Universität Dresden
Förderkennzeichen: 2219WK58B2 Laufzeit: 01.05.2020 bis 30.04.2025
Modellregion Griese Gegend
Die Ansätze wurden in der Modellregion Griese Gegend praktisch erprobt, in der sich das Forstamt Kaliß befindet. Als eines der wenigen Forstämter Mecklenburg-Vorpommerns gelten dort alle Reviere als Waldbrandrisikogebiet A (hohes Risiko). Der Baumartenanteil ist auf den nährstoffarmen, sandigen und trockenen Böden durch einen Anteil von 90 % Waldkiefer (Pinus sylvestris) gekennzeichnet. Die Waldbrandgefährdung wird zusätzlich durch einen geringen Jahresniederschlag sowie durch die vielerorts hohe Kampfmittelbelastung verstärkt.
Kontakt






