Forstamt Ludwigslust zieht nach Grabow
Seit heute ist sicher, dass das Forstamt Ludwigslust erhalten bleibt und im kommenden Jahr seinen Sitz von Kremmin nach Grabow verlegt. Das wurde auf der heutigen Verwaltungsratssitzung der Landesforstanstalt abschlie- ßend beschlossen. Im Rahmen der Erarbeitung einer unternehmerischen Konzeption der Landesforstanstalt wurde auch die Frage einer Zusammenlegung der Forstämter Kaliß und Ludwigslust geprüft. Vor dem Hintergrund der lokalen Anforderungen an die Forstbehörde hatte der Verwaltungsrat die Beibehaltung der bestehenden Struktur einer weitergehenden Prüfung dieser Frage unterzogen.
Der Erhalt des Forstamtes sichert die forstbehördliche Struktur im Städtedreieck Ludwigslust - Neustadt-Glewe - Grabow. Die drei Bürgermeister hatten in einem gemeinsamen Brief Minister Dr. Backhaus gebeten, sich für den Erhalt des Forstamtes einzusetzen. In Abstimmung mit dem Verwaltungsrat der Landesforstanstalt wurde nach Möglichkeiten gesucht, den Erhalt des Forstamtes ohne größere zusätzliche finanzielle Aufwendungen zu sichern. Gegenwärtig wird das "Schützenhaus" in Grabow renoviert. Die Kosten der Sanierung betragen insgesamt über 2,6 Mio. €, die durch EU- und Landesmittel in Höhe von ca. 2,1 Mio. € bezuschusst wird. In dieser repräsentativen Liegenschaft, umgeben vom Stadtpark, kann das Forstamt nach Abschluss der Arbeiten sein neues Domizil finden.
Die Stadt Grabow hat vor einigen Monaten eine Vereinbarung mit der Landesforstanstalt zur Bewirtschaftung des stadteigenen Waldes geschlossen. Die Vereinbarung sichert eine engere Zusammenarbeit bei der naturnahen Bewirtschaftung des Stadtwaldes und der nachhaltigen Nutzung des Holzes.
Für den Erhalt des bisherigen Sitzes des Forstamtes in Kremmin wären in den kommenden Jahren erhebliche bauliche Investitionen notwendig gewesen. Das Forstamt besteht aus sechs Revieren und trägt die behördliche Verantwortung für über 16.000 ha Wald.
Der Umzug des Forstamtes nach Grabow liegt im Interesse der Waldbesitzer, der waldinteressierten Menschen in der Region und im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstamtes.“, so der Minister. „Der zukünftige Sitz ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, er bietet Platz für forstliche Veranstaltungen und Waldausstellungen.“
Mit der Stadt Grabow wurde ein Partner gewonnen, der für den Sitz eines Forstamtes eine ganz besondere Eignung besitzt. Bürgermeister Sternberg dazu: „Die Stadt Grabow begrüßt die Entscheidung der Landesforstanstalt außerordentlich. Die Bedeutung der Waldwirtschaft für die Region Grabow wird hiermit untermauert und gemeinsame Stärken können gebündelt werden. Der Einzug in das 1849 erbaute Schützenhaus mit der geplanten Jagdausstellung ergänzt das Gesamtkonzept der Stadt Grabow und wird überregionale Bedeutung haben.“