Mit Fallada ins Paradies
Für unsere Rubrik hat Helen Andrews die Fridolinwanderung rund um den Schmalen Luzin ausgewählt. Ein traumhaftes Stück Mecklenburg: Hochwald, Heideflächen, eine alte
Seilfähre – alles dabei.
Los geht’s!
Kurzinfo
- Rundweg
- Länge der Tour: 10,5 Kilometer
- Markierung: grüner Punkt auf weißem Grund
- Sehenswert: Hans- Fallada-Museum, Stadtkirche Feldberg, Luzinfähre, Kesselmoor, Hullerbusch – traditionelle Schäferei mit Hofladen
Öffnungszeiten der Luzinfähre bitte beachten
- November bis April nur nach telefonischer Absprache: Telefon: 0170 / 3070128
- www.luzinfaehre.de
Kaltes, klares Wasser. Eine schlanke, flussartige Form. Und ganz viel zu ent- decken. Das ist der Schmale Luzin, ein See inmitten des Naturschutzgebietes „Hullerbusch und Schmaler Luzin“ und Teil der Feldberger Seenlandschaft im Südosten Mecklenburg-Vorpommerns. Umgeben von sanften Hügeln und steilen Hängen, inmitten gewaltiger Findlinge und kulturträchtiger Ort- schaften, zwischen Heide und Schafen, Wald und Seeadlern, Moor und Sumpfhelm-Kraut verläuft Falladas Fridolinwanderung*. Die Route ist gut beschildert – Dachs oder grüner Punkt auf weißem Grund – und verläuft zum Teil entlang eines Naturlehrpfades, auf dem Spaziergänger*innen allerhand über das Gebiet, den Wald und die Lebewesen dort erfahren können.
Start- und Endpunkt der Wanderung ist die Luzinfähre. Vom Parkplatz führen unzählige Treppenstufen aus Geschiebesteinen hinab zur Anlegestelle. Mit etwas Glück wartet dort eine der letzten handbetriebenen Seilfähren Europas. Wenn nicht, geht es per Motorfähre in den Hullerbusch. Buchenhochwald, mit Schwarzerlen gesäumte Ufer, aber auch steinige Sandböden mit Lehm- kuppen, auf denen seltene Magerrasenpflanzen zu finden sind, prägen diesen Flecken Erde. Auf dem trockenen, kräuterreichen, heideartigen Grund weiden die Rauwolligen Pommerschen Landschafe der traditionellen Schäferei Huller- busch und erhalten diesen besonderen Lebensraum zwischen Schmalem Luzin und Hauptmannsberg


